>>>  Laatst gewijzigd: 31 januari 2018  
Ik

Woorden en Beelden

Filosofie en de waan van de dag

Start Glossen Weblog Boeken Onderzoek

Sigmund Freud

Over Freud en de psychoanalyse

Cassette Freud 'Studienausgabe' Sigmund FREUD
(1916-1917) Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse in: Studienausgabe, Herausgegeben von Alexander Mitscherlich, Angela Richards, James Strachey - Band 1 - Vorlesungen / Neue Folge der Vorlesungen
Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 1982
ISBN 35 9627 3013

(37) Vorwort

Freud merkt op dat deze lezingen voor een groter gemengd publiek waren.

"Es war nicht möglich, in der Darstellung die kühle Ruhe einer wissenschaftlichen Abhandlung zu wahren;"(37)

[Freud heeft nog steeds de illusie dat hij wetenschappelijk bezig is, blijkbaar. Maar wat hier 'wetenschap' zoal inhoudt is nog steeds niet duidelijk.]

"Wer mit der psychoanalytischen Literatur vertraut ist, wird in dieser »Einführung« wenig finden, was ihm nicht aus anderen, weit ausführlicheren Veröffentlichungen bekannt sein könnte."(37)

[Ik zal hier dus ook niet steeds herhalen wat al eerder aan de orde kwam.]

(39) Erster Teil - Die Fehleistungen

(41) 1. Einleitung

"... die Psychoanalyse sei ein Verfahren, wie man nervös Kranke ärztlich behandelt ..."(41)

"Wenn wir aber einen Neurotiker in psychoanalytische Behandlung nehmen, so verfahren wir anders. Wir halten ihm die Schwierigkeiten der Methode vor, ihre Zeitdauer, die Anstrengungen und die Opfer, die sie kostet, und was den Erfolg anbelangt, so sagen wir, wir können ihn nicht sicher versprechen, er hänge von seinem Benehmen ab, von seinem Verständnis, seiner Gefügigkeit, seiner Ausdauer."(41)

[Het succes van een behandeling hangt van de patiënt af? Niet van de analyticus? Dat is een gemakkelijke opstelling!]

De psychoanalyse uitleggen is lastig. Er is geen sprake van de normale empirie zoals bij allerlei andere medische disciplines, in de psychoanalyse worden alleen maar woorden uitgewisseld.

"Der Arzt hört zu, sucht die Gedankengänge des Patienten zu dirigieren, mahnt, drängt seine Aufmerksamkeit nach gewissen Richtungen, gibt ihm Aufklärungen und beobachtet die Reaktionen von Verständnis oder von Ablehnung, welche er so beim Kranken hervorruft."(43)

[De formulering maakt duidelijk dat de analyticus naar Freuds idee heel wat actiever en sturender is dan in de psychoanalyse vaak wordt voorgesteld. Precies dat sturende is het probleem. Dat gebeurt op basis van waarden en normen die vaak niet expliciet zijn.]

Tijdens zo 'n analyse is ook niemand anders aanwezig.

"Die Mitteilungen, deren die Analyse bedarf, macht er nur unter der Bedingung einer besonderen Gefühlsbindung an den Arzt; er würde verstummen, sobald er einen einzigen, ihm indifferenten Zeugen bemerkte. Denn diese Mitteilungen betreffen das Intimste seines Seelenlebens, alles was er als sozial selbständige Person vor anderen verbergen muß, und im weiteren alles, was er als einheitliche Persönlichkeit sich selbst nicht eingestehen will."(43)

[Dat maakt wat er gebeurt een stuk minder controleerbaar, vooral ook als je het koppelt aan de geheimhoudingsplicht van de arts, er niets opgenomen wordt, en als pas achteraf notities gemaakt worden. Dus de door Freud zelf gestelde vraag is belangrijk: ]

"Wenn es keine objektive Beglaubigung der Psychoanalyse gibt und keine Möglichkeit, sie zu demonstrieren, wie kann man überhaupt Psychoanalyse erlernen und sich von der Wahrheit ihrer Behauptungen überzeugen?"(45)

Via zelfanalyse of door zelf in analyse te gaan kan men meemaken dat het klopt.

"Dabei holt man sich die gesuchte Überzeugung von der Realität der Vorgänge, welche die Psychoanalyse beschreibt, und von der Richtigkeit ihrer Auffassungen."(45)

[Erg zwak. Helaas is dat geen goed antwoord. Wat mensen in hun (zelf)analyse 'ontdekken' is alleen maar subjectief en evenmin controleerbaar, omdat de context niet anders is.]

"Mit zweien ihrer Aufstellungen beleidigt die Psychoanalyse die ganze Welt und zieht sich deren Abneigung zu; die eine davon verstößt gegen ein intellektuelles, die andere gegen ein ästhetisch-moralisches Vorurteil. (...)
Die erste dieser unliebsamen Behauptungen der Psychoanalyse besagt, daß die seelischen Vorgänge an und für sich unbewußt sind und die bewußten bloß einzelne Akte und Anteile des ganzen Seelenlebens. (...) Dieser andere Satz, den die Psychoanalyse als eines ihrer Ergebnisse verkündet, enthält nämlich die Behauptung, daß Triebregungen, welche man nur als sexuelle im engeren wie im weiteren Sinn bezeichnen kann, eine ungemein große und bisher nie genug gewürdigte Rolle in der Verursachung der Nerven- und Geisteskrankheiten spielen. Ja noch mehr, daß dieselben sexuellen Regungen auch mit nicht zu unterschätzenden Beiträgen an den höchsten kulturellen, künstlerischen und sozialen Schöpfungen des Menschengeistes beteiligt sind."(47-48)

"Die Gesellschaft liebt es also nicht, an dieses heikle Stück ihrer Begründung gemahnt zu werden, sie hat gar kein Interesse daran, daß die Stärke der Sexualtriebe anerkannt und die Bedeutung des Sexuallebens für den einzelnen klargelegt werde, sie hat vielmehr in erziehlicher Absicht den Weg eingeschlagen, die Aufmerksamkeit von diesem ganzen Gebiet abzulenken. Darum verträgt sie das genannte Forschungsresultat der Psychoanalyse nicht, möchte es am liebsten als ästhetisch abstoßend, moralisch verwerflich oder als gefährlich brandmarken. Aber mit solchen Einwürfen kann man einem angeblich objektiven Ergebnis wissenschaftlicher Arbeit nichts anhaben."(48)

"Die Gesellschaft macht also das Unliebsame zum Unrichtigen, bestreitet die Wahrheiten der Psychoanalyse mit logischen und sachlichen Argumenten, aber aus affektiven Quellen, und hält diese Einwendungen als Vorurteile gegen alle Versuche der Widerlegung fest."(49)

[De cultuur / de samenleving is dus gebaseerd op verdringing en sublimering van seksualiteit en stelt daarom de psychoanalyse ook niet op prijs omdat die juist dat onderwerp ter sprake brengt als een belangrijk onderwerp. Ik kan me heel goed voorstellen dat Freuds psychoanalyse vroeger bij een bepaalde groep van ik vermoed jongere mensen groot enthousiasme teweeg bracht: eindelijk eens iemand die tegen de heersende opvattingen inging en aandacht schonk aan het onderwerp seksualiteit waarover niemand het indertijd wilde hebben.
Ook hier is weer duidelijk dat Freud zijn psychoanalyse als objectief en wetenschappelijk ziet en de kritiek erop aan de kant schuift met de opmerking dat haar argumenten op 'affektive Quellen' gebaseerd zijn. Hij ziet blijkbaar niet dat alles wat hij zelf doet en beweert ook uit dat soort bronnen stamt en dat het om die reden een flauw 'argumentum ad hominem' is.]

(50) 2. Die Fehlleistungen

Kleine fenomenen als versprekingen zijn belangrijker dan men denkt en brengen ons uiteindelijk bij de echte grote problemen.

[Ja, maar de vergelijkingen met de kleine signalen van genegenheid en verliefheid of met de sporen en details van een forensisch onderzoek slaan in zoverre de plank mis dat het hier om empirische activiteiten gaat die uiteindelijk naar andere controleerbare zaken leiden zoals 'een relatie' 'de oplossing van een misdaad'. Versprekingen en zo leiden naar onwaarneembare zaken.]

Freud bespreekt mogelijke oorzaken van 'Fehlleistungen' zoasls vermoeidheid.

"Gibt es nun irgend etwas, was mir im besonderen Falle von allen möglichen gerade die eine Weise des Versprechens aufdrängt, oder bleibt das Zufall, Willkür und läßt sich zu dieser Frage vielleicht überhaupt nichts Vernünftiges vorbringen?"(56)

(63) 3. Die Fehlleistungen (Fortsetzung)

"Nun, da hätten wir ja mit verhältnismäßig geringer Mühe das Rätsel der Fehlleistungen gelöst! Sie sind nicht Zufälligkeiten, sondern ernsthafte seelische Akte, sie haben ihren Sinn, sie entstehen durch das Zusammenwirken – vielleicht besser: Gegeneinanderwirken zweier verschiedener Absichten."(66)

"Darum stelle ich die Frage auf: was sind das für Absichten oder Tendenzen, die andere in solcher Weise stören können, und welche Beziehungen bestehen zwischen den störenden Tendenzen und den gestörten? So fängt unsere Arbeit erst nach der Lösung des Problems von neuem an."(66-67)

"Der Einfluß der physiologischen Dispositionen, die durch leichtes Unwohlsein, Zirkulationsstörungen, Erschöpfungszustände gegeben werden, ist für das Zustandekommen des Versprechens ohne weiteres anzuerkennen; tägliche und persönliche Erfahrung kann Sie davon überzeugen. Aber wie wenig ist damit erklärt! Vor allem sind es nicht notwendige Bedingungen der Fehlleistung. Das Versprechen ist ebensowohl bei voller Gesundheit und normalem Befinden möglich. Diese körperlichen Momente haben also nur den Wert von Erleichterungen und Begünstigungen für den eigentümlichen seelischen Mechanismus des Versprechens."(67)

"Diese Laut- und Wortbeziehungen sind also auch nur wie die körperlichen Dispositionen Begünstigungen des Versprechens und können seine eigentliche Aufklärung nicht geben."(68)

"Haben Sie nicht Lust, mir einzuwenden, daß die Auskunft der befragten Person, die das Versprechen geleistet, nicht völlig beweiskräftig sei? Er habe natürlich das Bestreben, meinen Sie, der Aufforderung zu folgen, das Versprechen zu erklären, und da sage er eben das erste beste, was ihm einfalle, wenn es ihm zu einer solchen Erklärung tauglich erscheine. Ein Beweis, daß das Versprechen wirklich so zugegangen, sei damit nicht gegeben. Ja es könne so sein, aber ebensowohl auch anders. Es hätte ihm auch etwas anderes einfallen können, was ebenso gut und vielleicht besser gepaßt hätte.
Es ist merkwürdig, wie wenig Respekt Sie im Grunde vor einer psychischen Tatsache haben! Denken Sie sich, jemand habe die chemische Analyse einer gewissen Substanz vorgenommen und von einem Bestandteil derselben ein gewisses Gewicht, so und soviel Milligramm, gewonnen. Aus dieser Gewichtsmenge lassen sich bestimmte Schlüsse ziehen. Glauben Sie nun, daß es je einem Chemiker einfallen wird, diese Schlüsse mit der Motivierung zu bemängeln: die isolierte Substanz hätte auch ein anderes Gewicht haben können? Jeder beugt sich vor der Tatsache, daß es eben dies Gewicht und kein anderes war, und baut auf ihr zuversichtlich seine weiteren Schlüsse auf. Nur wenn die psychische Tatsache vorliegt, daß dem Befragten ein bestimmter Einfall gekommen ist, dann lassen Sie das nicht gelten und sagen, es hätte ihm auch etwas anderes einfallen können! Sie haben eben die Illusion einer psychischen Freiheit in sich und mögen auf sie nicht verzichten. Es tut mir leid, daß ich mich hierin in schärfstem Widerspruch zu Ihnen befinde."(70)

[Ook hier gaar de vergelijking nogal mank. Determinisme in de ene context hoeft niets te zeggen over een eventueel determinisme in een andere context.]

"Sie fahren fort: Wir verstehen, daß es die besondere Technik der Psychoanalyse ist, sich die Lösung ihrer Probleme von den Analysierten selbst sagen zu lassen."(70)

"Wenn der Betreffende, der ein Versprechen von sich gegeben hat, etwas dazu sagt, was Ihnen paßt, dann erklären Sie ihn für die letzte entscheidende Autorität darüber. »Er sagt es ja selbst!« Wenn Ihnen aber das, was er sagt, nicht in Ihren Kram paßt, dann behaupten Sie auf einmal, der gilt nichts, dem braucht man nicht zu glauben."(71)

[Dat is een mooie kritiek, vind ik. Freuds antwoord:]

"Das stimmt allerdings. Ich kann Ihnen aber einen ähnlichen Fall vorstellen, in dem es ebenso ungeheuerlich zugeht. Wenn ein Angeklagter vor dem Richter sich zu seiner Tat bekennt, so glaubt der Richter dem Geständnis; wenn er aber leugnet, so glaubt ihm der Richter nicht. Wäre es anders, so gäbe es keine Rechtspflege, und trotz gelegentlicher Irrtümer müssen Sie dieses System doch wohl gelten lassen."(71)

[Maar dat klopt niet: een bekentenis geloof je ook niet als er allerlei empirische gegevens zijn die duidelijk maken dat die bekentenis niet kan kloppen. Het punt is dat we wat iemand allemaal beweert altijd in samenhang brengen met allerlei kennis die we hebben (over de persoon, de context, etc.). Wat iemand tijdens een psychoanalyse beweert wordt dus ook nooit meteen voor waar gehouden.]

"Ich will Ihnen dafür zugestehen, daß ein direkter Beweis des vermuteten Sinnes nicht zu erreichen ist, wenn der Analysierte die Auskunft verweigert, natürlich ebenso, wenn er nicht zur Hand ist, um uns Auskunft zu geben. Wir sind dann, wie im Falle der Rechtspflege, auf Indizien angewiesen, welche uns eine Entscheidung einmal mehr, ein andermal weniger wahrscheinlich machen können."(72)

"Alle diese Beispiele ergeben immer wieder das nämliche; sie machen Ihnen wahrscheinlich, daß Fehlleistungen einen Sinn haben, und zeigen Ihnen, wie man diesen Sinn aus den Begleitumständen errät oder bestätigt."(76)

(80) 4. Die Fehlleistungen (Schluß)

"Es ist dies das erste Resultat der Psychoanalyse. Von dem Vorkommen solcher Interferenzen und der Möglichkeit, daß dieselben derartige Erscheinungen zur Folge haben, hat die Psychologie bisher nichts gewußt. Wir haben das Gebiet der psychischen Erscheinungswelt um ein ganz ansehnliches Stück erweitert und Phänomene für die Psychologie erobert, die ihr früher nicht zugerechnet wurden."(80)

[Wat een blaaskaak. Nou, dat belang blijkt het fenomeen alleen in de psychoanalyse te hebben, waar het ingekaderd wordt in een theorie die het belangrijker maakt dan het is.]

"Unter Sinn verstehen wir Bedeutung, Absicht, Tendenz und Stellung in einer Reihe psychischer Zusammenhänge."(81)

"Wir haben gesagt, daß die Fehlleistungen Ergebnisse der Interferenz von zwei verschiedenen Intentionen sind, von denen die eine die gestörte, die andere die störende heißen kann. Die gestörten Intentionen geben zu weiteren Fragen keinen Anlaß, aber von den anderen wollen wir wissen, erstens, was sind das für Intentionen, die als Störung anderer auftreten, und zweitens, wie verhalten sich die störenden zu den gestörten?"(81)

De storende invloed heeft inhoudelijk wel of niet een relatie met de verstoorde handeling [de 'Fehlleistung]. Wat betreft die laatste:

"In einer dritten Gruppe wird die Deutung der störenden Intention vom Sprecher energisch abgelehnt; er bestreitet nicht nur, daß sie sich vor dem Versprechen in ihm geregt, sondern er will behaupten, daß sie ihm überhaupt völlig fremd ist."(84)

Kern van de zaak is bij alle drie de groepen dat er dingen verdrongen worden die zich dan toch via versprekingen enz. uiten.

"Meine Deutung schließt die Annahme ein, daß sich bei dem Sprecher Intentionen äußern können, von denen er selbst nichts weiß, die ich aber aus Indizien erschließen kann."(84)

"Und noch eines! Auch das Arbeiten mit kleinen Anzeichen, wie wir es auf diesem Gebiete beständig üben, bringt seine Gefahren mit sich. Es gibt eine seelische Erkrankung, die kombinatorische Paranoia [mijn nadruk], bei welcher die Verwertung solcher kleiner Anzeichen in uneingeschränkter Weise betrieben wird, und ich werde mich natürlich nicht dafür einsetzen, daß die auf dieser Grundlage aufgebauten Schlüsse durchwegs richtig sind. Vor solchen Gefahren kann uns nur die breite Basis unserer Beobachtungen bewahren, die Wiederholung ähnlicher Eindrücke aus den verschiedensten Gebieten des Seelenlebens."(86)

[Boeiend, dat ziektebeeld. Iemand die paranoia is ziet overal spoken en ziet in alles een bevestiging van een vooringenomen standpunt. Ik denk dat Freud onbewust het ziektebeeld noemde waaraan hij zelf lijdt. Een verspreking, zeg maar. Haha.]

"Wenn wir unsere so vielfältig als berechtigt erwiesenen Deutungen der Fehlleistungen konsequent fortführen wollen, werden wir unausweichlich zu der Annahme gedrängt, daß es Tendenzen beim Menschen gibt, welche wirksam werden können, ohne daß er von ihnen weiß. Damit setzen wir uns aber in Widerspruch zu allen das Leben und die Psychologie beherrschenden Anschauungen."(93)

[Het onbewuste en zijn invloed. De laatste opmerking is weer typisch Freud. Opvattingen over het onbewuste waren er al lang, dat in de eerste plaats. En daarnaast meent hij weer eens een beeld op te moeten hangen van zichzelf als iemand die moedig tegen alle bestaande opvattingen ingaat. Freud de Vernieuwer, Freud de Dappere Strijder voor de Waarheid.]

"Warum und wieso wir überhaupt vergessen können, darunter Erlebnisse, welche uns gewiß den tiefsten Eindruck hinterlassen haben, wie die Ereignisse unserer ersten Kindheitsjahre, das ist ein ganz anderes Problem, bei welchem die Abwehr gegen Unlustregungen eine gewisse Rolle spielt, aber lange nicht alles erklärt. Daß unangenehme Eindrücke leicht vergessen werden, ist eine nicht zu bezweifelnde Tatsache.(...)
Wer von diesem Prinzip der Abwehr gegen die Erinnerungsunlust durch das Vergessen zuerst hört, versäumt selten den Einwand zu erheben, daß er vielmehr die Erfahrung gemacht hat, daß gerade Peinliches schwer zu vergessen ist, indem es gegen den Willen der Person immer wiederkehrt, um sie zu quälen, z.B. die Erinnerung an Kränkungen und Demütigungen. Auch diese Tatsache ist richtig, aber der Einwand trifft nicht zu. Es ist wichtig, daß man rechtzeitig beginne mit der Tatsache zu rechnen, das Seelenleben sei ein Kampf- und Tummelplatz entgegengesetzter Tendenzen, oder nicht dynamisch ausgedrückt, es bestehe aus Widersprüchen und Gegensatzpaaren. Der Nachweis einer bestimmten Tendenz leistet nichts für den Ausschluß einer ihr gegensätzlichen; es ist Raum für beide vorhanden. Es kommt nur darauf an, wie sich die Gegensätze zueinander stellen, Welche Wirkungen von dem einen und welche von dem anderen ausgehen."(95)

[Freuds dynamische psychologie: de psyche ["das Seelenleben"] als oorlogsterrein voor tegenspraken en tegenstellingen. Onaangename gebeurtenissen worden gemakkelijk vergeten, stelt hij. Iemand anders wijst er op dat ze juist moeilijk te vergeten zijn en je de hele tijd achtervolgen. Ja, dat is ook waar, zegt Freud, het een sluit het andere niet uit. Wauw, dat is erg logisch allemaal.]

(99) Zweiter Teil - Der Traum

(101) 5. Schwierigkeiten und erste Annäherungen

"Eines Tages machte man die Entdeckung, daß die Leidenssymptome gewisser Nervöser einen Sinn haben. Daraufhin wurde das psychoanalytische Heilverfahren begründet. In dieser Behandlung ereignete es sich, daß die Kranken an Stelle ihrer Symptome auch Träume vorbrachten. Somit entstand die Vermutung, daß auch diese Träume einen Sinn haben."(101)

[Charcot en anderen hadden gezien dat symptomen van neurotische etc. patiënten een betekenis hadden. De psychoanalyse gaat er ook van uit dat dat zo is en baseert er een therapie op. Binnen dat kader wordt er ook veel betekenis gehecht aan dromen. Daarbuiten echter niet, maar daar horen we Freud niet over.]

"So wird also der Traum zum Objekt der psychoanalytischen Forschung. Wieder ein gewöhnliches, geringgeschätztes Phänomen, scheinbar ohne praktischen Wert wie die Fehlleistungen, mit denen er ja das Vorkommen bei Gesunden gemein hat. (...)
Noch dazu eines, dessen Beschaffenheit selbst allen Anforderungen exakter Forschung trotzt. (...) Er ist meist überhaupt nicht zu erzählen. Wenn jemand einen Traum erzählt, hat er eine Garantie, daß er ihn richtig erzählt hat, und nicht vielmehr während der Erzählung verändert, etwas dazu erfindet, durch die Unbestimmtheit seiner Erinnerung gezwungen? Die meisten Träume können überhaupt nicht erinnert werden, sind bis auf kleine Fragmente vergessen. Und auf die Deutung dieses Materials soll eine wissenschaftliche Psychologie oder eine Methode der Behandlung von Kranken begründet werden?"(101-102)

[Inderdaad, zonder enig praktisch nut, niet wetenschappelijk te onderzoeken, vage mystiek. Freud had beter af kunnen zien van dit onderwerp.]

"Merken wir uns aber eine Eigentümlichkeit des Traumlebens, die bei dem Studium dieser Reizeinwirkungen zum Vorschein kommt. Der Traum bringt den Reiz nicht einfach wieder, sondern er verarbeitet ihn, er spielt auf ihn an, reiht ihn in einen Zusammenhang ein, ersetzt ihn durch etwas anderes. Das ist eine Seite der Traumarbeit, die uns interessieren muß, weil sie vielleicht näher an das Wesen des Traumes heranführt ..."(112-113)

(116) 6. Voraussetzungen und Technik der Deutung

"Nehmen wir als Voraussetzung für alles Weitere an, daß der Traum kein somatisches, sondern ein psychisches Phänomen ist. Was das bedeutet, wissen Sie, aber was berechtigt uns zu dieser Annahme? Nichts, aber wir sind auch nicht gehindert, sie zu machen.(...) Wir arbeiten also unter der Voraussetzung, er sei es wirklich, um zu sehen, was dabei herauskommt. Das Ergebnis unserer Arbeit wird darüber entscheiden, ob wir an der Annahme festhalten und sie nun ihrerseits als ein Resultat vertreten dürfen."(116)

[Maar natuurlijk levert dat resultaten op die die aanname ondersteunen, nietwaar? Ik denk niet dat Freud van plan was te zoeken naar gegevens die zijn aanname onderuit zouden kunnen halen. Popper heeft gelijk met zijn kritiek op deze manier van werken.]

"Ich erklärte Ihnen schon damals, diese Erkundigung sei das Vorbild jeder psychoanalytischen Untersuchung, und Sie verstehen jetzt, daß die Psychoanalyse die Technik befolgt, sich soweit es nur angeht die Lösung ihrer Rätsel von den Untersuchten selbst sagen zu lassen. So soll uns auch der Träumer selbst sagen, was sein Traum bedeutet. Aber so einfach geht das bekanntlich beim Traum nicht.(...) Ich sage Ihnen nämlich, es ist doch sehr wohl möglich, ja sehr wahrscheinlich, daß der Träumer es doch weiß, was sein Traum bedeutet, nur weiß er nicht, daß er es weiß, und glaubt darum, daß er es nicht weiß."(116-117)

[Weer over het onbewuste. Hetzelfde principe als hiervoor bij de 'Fehlleistungen. Hier weet de dromer niet wat zijn onbewuste met hem doet.]

"Unsere Technik beim Traume ist nun eine sehr einfache, diesem Beispiel nachgeahmte. Wir werden ihn wiederum fragen, wie er zu dem Traume gekommen ist, und seine nächste Aussage soll wieder als Aufklärung angesehen werden. Wir setzen uns also über den Unterschied, ob er etwas zu wissen glaubt oder nicht glaubt, hinaus und behandeln beide Fälle wie einen einzigen.
Diese Technik ist gewiß sehr einfach, aber ich fürchte, sie wird Ihre schärfste Opposition hervorrufen. Sie werden sagen: Eine neue Annahme, die dritte! Und die unwahrscheinlichste von allen! Wenn ich den Träumer frage, was ihm zum Traum einfällt, soll gerade sein nächster Einfall die gewünschte Aufklärung bringen? Aber es braucht ihm ja gar nichts einzufallen, oder es kann ihm Gott weiß was einfallen."(120)

"Aber im allgemeinen werden wir dem Träumer, wenn er keinen Einfall zu haben behauptet, widersprechen, wir werden in ihn drängen, werden ihm versichern, daß er einen Einfall haben müsse und – werden recht bekommen. Er wird einen Einfall dazu bringen, irgendeinen, uns gleichgültig, welchen."(121)

"Ich habe mir schon einmal die Freiheit genommen, Ihnen vorzuhalten, daß ein tief wurzelnder Glaube an psychische Freiheit und Willkürlichkeit in Ihnen steckt, der aber ganz unwissenschaftlich ist und vor der Anforderung eines auch das Seelenleben beherrschenden Determinismus die Segel streichen muß."(121)

[De sturende rol van de analist. Again. Het determinisme, idem. Maar als het zieleleven zo gedetermineerd is, hoe kan Freud dan zeggen dat hij de vrijheid genomen heeft om etc etc. Waarom geldt het determinisme dan ineens niet?]

"Was beim Namenvergessen möglich ist, muß auch in der Traumdeutung gelingen können, vom Ersatz aus durch anknüpfende Assoziationen das verhaltene Eigentliche zugänglich zu machen. Von den Assoziationen zum Traumelement dürfen wir nach dem Beispiel des Namenvergessens annehmen, daß sie sowohl durch das Traumelement als durch das unbewußte Eigentliche desselben determiniert sein werden. Somit hätten wir einiges zur Rechtfertigung unserer Technik vorgebracht."(126-127)

(128) 7. Manifester Trauminhalt und latente Traumgedanken

"Übertragen wir unsere Auffassung vom einzelnen Element auf den ganzen Traum, so ergibt sich also, daß der Traum als Ganzes der entstellte Ersatz für etwas anderes, Unbewußtes, ist, und als die Aufgabe der Traumdeutung, dieses Unbewußte zu finden. (...)
... man warte ab, bis sich das verborgene, gesuchte Unbewußte von selbst einstellt ... (...) Man kann die Deutungsarbeit an eigenen Träumen wie an denen anderer vollziehen. An eigenen lernt man sogar mehr, der Vorgang fällt beweisender aus."(128-129)

[Dat laatste is heel problematisch. Kan iemand ooit de nota bene verdrongen inhoud van zijn eigen onbewuste bewust maken, zijn weerstand in zijn eentje overwinnen? Kan iemand in zijn eentje wel vrij associëren. Ik denk van niet.]

(139) 8. Kinderträume

"An diesen Kinderträumen können wir nun mit großer Leichtigkeit und Sicherheit Aufschlüsse über das Wesen des Traumes gewinnen, von denen wir hoffen wollen, daß sie sich als entscheidend und allgemein gültig erweisen werden."(139)

"Daß ein Wunsch der Erreger des Traumes ist, die Erfüllung dieses Wunsches der Inhalt des Traumes, das ist der eine Hauptcharakter des Traumes. Der andere ebenso konstante ist, daß der Traum nicht einfach einen Gedanken zum Ausdruck bringt, sondern als halluzinatorisches Erlebnis diesen Wunsch als erfüllt darstellt."(142)

"Es ist natürlich undenkbar, daß der wunscherfüllende Charakter des Traumes von den Autoren über den Traum nicht bemerkt worden wäre. Dies ist vielmehr sehr oft der Fall gewesen, aber es ist keinem von ihnen eingefallen, diesen Charakter als allgemeinen anzuerkennen und zum Angelpunkt der Traumerklärung zu nehmen. Wir können uns wohl denken und werden auch darauf eingehen, was sie davon abgehalten haben mag."(144)

(148) 9. Die Traumzensur

"Die Untersuchung, das Verständnis dieser Traumentstellung ist nun unsere nächste Aufgabe."(148)

"Überall, wo Lücken im manifesten Traum sind, hat die Traumzensur sie verschuldet. Wir sollten auch weitergehen und eine Äußerung der Zensur jedesmal dort erkennen, wo ein Traumelement besonders schwach, unbestimmt und zweifelhaft, unter anderen deutlicher ausgebildeten erinnert wird. Aber nur selten äußert sich diese Zensur so unverhohlen, so naiv, möchte man sagen, wie in dem Beispiel des Traumes von den »Liebesdiensten«. Weit öfter bringt sich die Zensur nach dem zweiten Typus zur Geltung, durch die Produktion von Abschwächungen, Annäherungen, Anspielungen an Stelle des Eigentlichen."(151)

"Die Tendenzen aber, gegen welche sich die Traumzensur richtet, muß man zunächst vom Standpunkt dieser Instanz selbst beschreiben. Dann kann man nur sagen, sie seien durchaus verwerflicher Natur, anstößig in ethischer, ästhetischer, sozialer Hinsicht, Dinge, an die man gar nicht zu denken wagt oder nur mit Abscheu denkt. Vor allem sind diese zensurierten und im Traum zu einem entstellten Ausdruck gelangten Wünsche Äußerungen eines schranken- und rücksichtslosen Egoismus."(153)

"Das aller ethischen Fesseln entledigte Ich weiß sich auch einig mit allen Ansprüchen des Sexualstrebens, solchen, die längst von unserer ästhetischen Erziehung verurteilt worden sind, und solchen, die allen sittlichen Beschränkungsforderungen widersprechen. Das Lustbestreben – die Libido, wie wir sagen – wählt seine Objekte hemmungslos, und zwar die verbotenen am liebsten. Nicht nur das Weib des anderen, sondern vor allem inzestuöse, durch menschliche Übereinkunft geheiligte Objekte, die Mutter und die Schwester beim Manne, den Vater und den Bruder beim Weibe. (Auch der Traum unserer 50jährigen Dame ist ein inzestuöser, seine Libido unverkennbar auf den Sohn gerichtet.) Gelüste, die wir ferne von der menschlichen Natur glauben, zeigen sich stark genug, Träume zu erregen. Auch der Haß tobt sich schrankenlos aus. Rache- und Todeswünsche gegen die nächststehenden, im Leben geliebtesten Personen, die Eltern, Geschwister, den Ehepartner, die eigenen Kinder sind nichts Ungewöhnliches. Diese zensurierten Wünsche scheinen aus einer wahren Hölle aufzusteigen; keine Zensur scheint uns nach der Deutung im Wachen hart genug gegen sie zu sein."(154)

"Dann liegt es doch nahe zu sagen: Es sind unmögliche, unsinnige, zum mindesten sehr unwahrscheinliche Resultate, also war etwas an den Voraussetzungen falsch. Entweder ist der Traum doch kein psychisches Phänomen, oder es gibt nichts Unbewußtes im Normalzustand, oder unsere Technik hat irgendwo ein Leck. Ist das nicht einfacher und befriedigender anzunehmen als alle die Scheußlichkeiten, die wir auf Grund unserer Voraussetzungen angeblich aufgedeckt haben?"(155)

"Vielleicht gibt es im Seelenleben auch Raum für gegensätzliche Tendenzen, für Widersprüche, die nebeneinander bestehen; ja möglicherweise ist gerade die Vorherrschaft der einen Regung eine Bedingung für das Unbewußtsein ihres Gegensatzes."(156)

"Ist Ihnen nicht bekannt, wie unbeherrscht und unzuverlässig der Durchschnitt der Menschen in allen Angelegenheiten des Sexuallebens ist? Oder wissen Sie nicht, daß alle Übergriffe und Ausschreitungen, von denen wir nächtlich träumen, alltäglich von wachen Menschen als Verbrechen wirklich begangen werden? Was tut die Psychoanalyse hier anders als das alte Wort von Plato bestätigen, daß die Guten diejenigen sind, welche sich begnügen, von dem zu träumen, was die anderen, die Bösen wirklich tun? Und nun blicken Sie vom Individuellen weg auf den großen Krieg, der noch immer Europa verheert, denken Sie an das Unmaß von Brutalität, Grausamkeit und Verlogenheit, das sich jetzt in der Kulturwelt breitmachen darf. Glauben Sie wirklich, daß es einer Handvoll gewissenloser Streber und Verführer geglückt wäre, all diese bösen Geister zu entfesseln, wenn die Millionen von Geführten nicht mitschuldig wären? Getrauen Sie sich auch unter diesen Verhältnissen, für den Ausschluß des Bösen aus der seelischen Konstitution des Menschen eine Lanze zu brechen?"(157)

[Niets over machtsverhoudingen en economische situaties die mensen tot dat soort slechtheid dwingen. Iedereen is medeschuldig aan alle maatschappelijke ellende, vindt hij, en dus zal hij niemand verantwoordelijk stellen.]

"Es ist nicht unsere Absicht, die edlen Strebungen der menschlichen Natur abzuleugnen, noch haben wir je etwas dazu getan, sie in ihrem Wert herabzusetzen. Im Gegenteile; ich zeige Ihnen nicht nur die zensurierten bösen Traumwünsche, sondern auch die Zensur, welche sie unterdrückt und unkenntlich macht. Bei dem Bösen im Menschen verweilen wir nur darum mit stärkerem Nachdruck, weil die anderen es verleugnen, wodurch das menschliche Seelenleben zwar nicht besser, aber unverständlich wird. Wenn wir dann die einseitig ethische Wertung aufgeben, werden wir für das Verhältnis des Bösen zum Guten in der menschlichen Natur gewiß die richtigere Formel finden können."(157-158)

(159) 10. Die Symbolik im Traum

"Ich habe Ihnen schon zugestanden, daß den Analysierten zu einzelnen Elementen des Traumes mitunter wirklich nichts einfällt. Freilich geschieht dies nicht so oft, wie diese es behaupten; in sehr vielen Fällen läßt sich der Einfall doch noch durch Beharrlichkeit erzwingen [mijn nadruk]. Aber es bleiben doch Fälle übrig, in denen die Assoziation versagt, oder, wenn erzwungen, nicht liefert, was wir von ihr erwarten."(159)

[En dan hebben we het over 'vrije associatie'.... ]

"Eine solche konstante Beziehung zwischen einem Traumelement und seiner Übersetzung heißen wir eine symbolische, das Traumelement selbst ein Symbol des unbewußten Traumgedankens."(160)

"Vor allem: Indem die Symbole feststehende Übersetzungen sind, realisieren sie im gewissen Ausmaße das Ideal der antiken wie der populären Traumdeutung, von dem wir uns durch unsere Technik weit entfernt hatten. Sie gestatten uns unter Umständen, einen Traum zu deuten, ohne den Träumer zu befragen, der ja zum Symbol ohnedies nichts zu sagen weiß. Kennt man die gebräuchlichen Traumsymbole und dazu die Person des Träumers, die Verhältnisse, unter denen er lebt, und die Eindrücke, nach welchen der Traum vorgefallen ist, so ist man oft in der Lage, einen Traum ohne weiteres zu deuten, ihn gleichsam vom Blatt weg zu übersetzen. (...) Die auf Symbolkenntnis beruhende Deutung ist keine Technik, welche die assoziative ersetzen oder sich mit ihr messen kann. Sie ist eine Ergänzung zu ihr und liefert nur in sie eingefügt brauchbare Resultate."(160-161)

"Die übergroße Mehrzahl der Symbole im Traum sind Sexualsymbole. Es stellt sich dabei ein merkwürdiges Mißverhältnis heraus. Der bezeichneten Inhalte sind nur wenige, der Symbole für sie ungemein viele, so daß jedes dieser Dinge durch zahlreiche, nahezu gleichwertige Symbole ausgedrückt werden kann. Bei der Deutung ergibt sich dann etwas, was allgemein Anstoß erregt. Die Symboldeutungen sind im Gegensatze zur Mannigfaltigkeit der Traumdarstellungen sehr monoton. Das mißfällt jedem, der davon erfährt; aber was ist dagegen zu tun?"(163)

"Fürs erste sind wir vor die Tatsache gestellt, daß dem Träumer die symbolische Ausdrucksweise zu Gebote steht, die er im Wachen nicht kennt und nicht wiedererkennt. Das ist so verwunderlich, wie wenn Sie die Entdeckung machen würden, daß Ihr Stubenmädchen Sanskrit versteht, obwohl Sie wissen, daß sie in einem böhmischen Dorf geboren ist und es nie gelernt hat. Es ist nicht leicht, diese Tatsache mit unseren psychologischen Anschauungen zu bewältigen. Wir können nur sagen, die Kenntnis der Symbolik ist dem Träumer unbewußt, sie gehört seinem unbewußten Geistesleben an. Wir kommen aber auch mit dieser Annahme nicht nach."(174)

"Die Symbolik ist also ein zweites und unabhängiges Moment der Traumentstellung neben der Traumzensur. Es liegt aber nahe anzunehmen, daß es der Traumzensur bequem ist, sich der Symbolik zu bedienen, da diese zu demselben Ende, zur Fremdartigkeit und Unverständlichkeit des Traumes, führt."(177)

(178) 11. Die Traumarbeit

"Lassen Sie sich auch noch einmal vorhalten, daß jene Arbeit, welche den latenten Traum in den manifesten umsetzt, die Traumarbeit heißt. Die in entgegengesetzter Richtung fortschreitende Arbeit, welche vom manifesten Traum zum latenten gelangen will, ist unsere Deutungsarbeit. Die Deutungsarbeit will die Traumarbeit aufheben."(178)

Uitwerking: 'Verdichtung', 'Verschiebung', 'plastische Wortdarstellung' en regressieve omzetting in beelden, secundaire bewerking tot een ordelijk geheel.

"Wir wollen nur darauf hinweisen, welche neuen Beweise sich für die Existenz unbewußter seelischer Akte – das sind ja die latenten Traumgedanken – ergeben haben und wie uns die Traumdeutung einen ungeahnt breiten Zugang zur Kenntnis des unbewußten Seelenlebens verspricht."(189)

(190) 12. Analysen von Traumbeispielen

[Weer veel zelfanalyses van mensen waarbij je je toch moet afvragen hoe 'objectief' en betrouwbaar de interpretaties zijn, juist gezien de hele theorie van weerstand, verdringen, censuur. Misschien zijn al die interpretaties veel meer gebaseerd op zelfkennis, kennis van dingen die gebeurd zijn, contextuele kennis dus ook, dan op het droommateriaal zelf. Je hebt met andere woorden niet je dromen en versprekingen en zo nodig om te ontdekken wat er met je aan de hand is. Je hoeft alleen maar de tijd te nemen om aandacht aan jezelf te schenken, om stil te staan bij wat je allemaal voelt en loopt te denken, om door je herinneringen heen te lopen.]

"Aber daß die stark entstellten Träume vorwiegend – wiederum nicht ausschließlich – sexuellen Wünschen Ausdruck geben, dürfen Sie allerdings als Ergebnis der psychoanalytischen Forschung im Gedächtnis behalten."(198)

(204) 13. Archaische Züge und Infantilismus des Traumes

De droomarbeid laat zien dat dromen teruggrijpen op een intellectuele ontwikkeling die we al lang voorbij zijn: die van de beeldtaal, de symbolentaal. Daarom is droomarbeid een regressieve activiteit en heeft de droom een archaisch karakter.

[Freud meent hier dat er sprake is van een intellectuele ontwikkeling van de gehele mensheid zoals om doe tijd gebruikelijk. Van 'primitief' naar 'beschaafd' zeg maar. En 'beschaafd' zijn 'wij' dan natuurlijk. En dat is beheerst, niet emotioneel, verbaal blijkbaar. Maar waarom zou beeldtaal een taal zijn die we 'voorbij' zijn? Waarom zouden woorden beter zijn? Nog even los van weer een tegenstelling die niet deugt, omdat de gewone taal en de beeldtaal veel meer samenghangen dan hier gesuggereerd wordt.]

"Ich meine die Tatsache, daß die ersten Lebensjahre, bis zum fünften, sechsten oder achten, nicht die Spuren im Gedächtnis hinterlassen haben wie das spätere Erleben."(204)

"Als zweite Merkwürdigkeit, die dieser ersten aufgesetzt ist, muß ich aber anführen, daß aus der Erinnerungsleere, welche die ersten Kindheitsjahre umfaßt, sich einzelne gut erhaltene, meist plastisch empfundene Erinnerungen herausheben, welche diese Erhaltung nicht rechtfertigen können. Mit dem Material von Eindrücken, welche uns im späteren Leben treffen, verfährt unser Gedächtnis so, daß es eine Auslese vornimmt. Es behält das irgend Wichtige und läßt Unwichtiges fallen. Mit den erhaltenen Kindheitserinnerungen ist es anders. Sie entsprechen nicht notwendig wichtigen Erlebnissen der Kinderjahre, nicht einmal solchen, die vom Standpunkt des Kindes hätten wichtig erscheinen müssen. Sie sind oft so banal und an sich bedeutungslos, daß wir uns nur verwundert fragen, warum gerade diese Einzelheit dem Vergessen entgangen ist. Ich habe seinerzeit versucht, das Rätsel der Kindheitsamnesie und der sie unterbrechenden Erinnerungsreste mit Hilfe der Analyse anzugreifen, und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß doch auch beim Kinde nur das Wichtige in der Erinnerung übriggeblieben ist. Nur daß durch die Ihnen bereits bekannten Prozesse der Verdichtung und ganz besonders der Verschiebung dies Wichtige durch anderes, was unwichtig erscheint, in der Erinnerung vertreten ist. Ich habe diese Kindheitserinnerungen darum Deckerinnerungen genannt; man kann durch gründliche Analyse alles Vergessene aus ihnen entwickeln.
In den psychoanalytischen Behandlungen ist ganz regelmäßig die Aufgabe gestellt, die infantile Erinnerungslücke auszufüllen, und insoferne die Kur überhaupt einigermaßen gelingt, also überaus häufig, bringen wir es auch zustande, den Inhalt jener vom Vergessen bedeckten Kindheitsjahre wieder ans Licht zu ziehen. Diese Eindrücke sind niemals wirklich vergessen gewesen, sie waren nur unzugänglich, latent, haben dem Unbewußten angehört."(205-206)

"Diese Verfügung über das vergessene Material der ersten Kindheitsjahre ist also ein weiterer archaischer Zug des Traumes."(206)

[Herinneringen aan vroeger, met name belangrijke herinneringen uit de vroegste jeugd, worden dus toegedekt via mechanismes die ook de droomarbeid hanteert (verdichting etc.) We zijn de belangrijke dingen vergeten, lijkt het, en onthouden totaal onbelangrijke dingen wel. Maar dat is maar schijn: je kunt de belangrijke dingen terughalen, het onbewuste weer bewust maken via analyse. Vooral ook omdat die onbewuste herinneringen wel in de latente dromen te vinden zijn en indirect dus in de manifeste droominhoud. Aldus Freud. Maar kan dat werkelijk? Hoe weten we dat met een redelijke mate van zekerheid?]

Het gaat om allerlei egoïstische wensen, met name uit de jeugd, die verdrongen zijn (iemand dood willen etc. > 'Beseitigungswünsche').

"Derselbe Sachverhalt wird aber eine andere, weit ernsthaftere Frage bei Ihnen wecken. Sie werden sagen: Wenn dieser Todeswunsch auch einmal vorhanden war und von der Erinnerung bestätigt wird, so ist das doch keine Erklärung: Er ist doch längst überwunden, er kann heute doch nur als bloße affektlose Erinnerung im Unbewußten vorhanden sein, aber nicht als kräftige Regung. Für letzteres spricht doch nichts. Wozu wird er also überhaupt vom Traume erinnert? Diese Frage ist wirklich berechtigt; der Versuch, sie zu beantworten, würde uns zu weit führen und zur Stellungnahme in einem der bedeutsamsten Punkte der Traumlehre nötigen."(207-208)

[Maar dit is wel een essentiële vraag die Freud daar even gemakkelijk aan de kant schuift. Ook al hadden we die doodswensen vroeger of later, we hebben deze weten te overwinnen zoals mensen in een sociale context zo veel moeten overwinnen wat ze uit egoïsme zouden willen. Dat herinneringen eraan in dromen terugkeren, wat is daar vreemd of verkeerd aan? Waarom zou het zo zijn dat ze vanuit dat onbewuste nog invloed zouden uitoefenen op ons actuele gedrag en dus een probleem zouden kunnen vormen? En waarom zou het uitsluitend om jeugdherinneringen gaan? Kinderen moeten hun egoïsme afleren natuurlijk, maar het zijn ook juist die beschaafde volwassenen die allerlei egoïstische impulsen verdringen. Ik zie niet in waarom de jeugdherinneringen hier een groter rol zouden spelen dan latere herinneringen.]

"Seine Geschwister liebt das kleine Kind nicht notwendigerweise, oft offenkundig nicht. Es ist unzweifelhaft, daß es in ihnen seine Konkurrenten haßt, und es ist bekannt, wie häufig diese Einstellung durch lange Jahre bis zur Zeit der Reife, ja noch späterhin ohne Unterbrechung anhält. Sie wird ja häufig genug durch eine zärtlichere abgelöst oder sagen wir lieber: überlagert, aber die feindselige scheint sehr regelmäßig die frühere zu sein. Am leichtesten kann man sie an Kindern von 2½ bis 4 und 5 Jahren beobachten, wenn ein neues Geschwisterchen dazukommt. Das hat meist einen sehr unfreundlichen Empfang."(208-209)

"Es gibt wahrscheinlich keine Kinderstube ohne heftige Konflikte zwischen deren Einwohnern. Motive sind die Konkurrenz um die Liebe der Eltern, um den gemeinsamen Besitz, um den Wohnraum. Die feindseligen Regungen richten sich gegen ältere wie gegen jüngere Geschwister."(209)

[Opnieuw dat beeld van broertjes en zusjes die elkaars concurrenten zijn en jaloers op elkaar zijn etc. alsof dat de standaardverhoudingen zijn bij kinderen. En opnieuw weer dat benadrukken van de jaloezie op een nieuw geboren broertje of zusje alsof dat standaard zo is. Ik geloof er niets van. Freud zit hier waarschijnlijk zijn eigen ervaringen als oudste en meest verwende kind te universaliseren, een patroon dat hij later ook doorzet naar collega's als Adler, Jung, etc etc, kortom iedereen die van enig belang bleek te zijn en de aandacht van hem af zou kunnen leiden. Freud blijkt gewoonweg een verwend kind te zijn.]

Ook tussen ouders en kinderen bestaat die concurrentie en speelt jaloezie.

"Die Motive hierfür sind allgemein bekannt und zeigen eine Tendenz, die gleichen Geschlechter voneinander zu trennen, die Tochter von der Mutter, den Vater vom Sohn. Die Tochter findet in der Mutter die Autorität, welche ihren Willen beschränkt und mit der Aufgabe betraut ist, den von der Gesellschaft geforderten Verzicht auf Sexualfreiheit bei ihr durchzusetzen, in einzelnen Fällen auch noch die Konkurrentin, die der Verdrängung widerstrebt. Dasselbe wiederholt sich in noch grellerer Weise zwischen Sohn und Vater. Für den Sohn verkörpert sich im Vater jeder widerwillig ertragene soziale Zwang; der Vater versperrt ihm den Zugang zur Willensbetätigung, zum frühzeitigen Sexualgenuß und, wo gemeinsame Familiengüter bestehen, zum Genuß derselben. Das Lauern auf den Tod des Vaters wächst im Falle des Thronfolgers zu einer das Tragische streifenden Höhe. Minder gefährdet erscheint das Verhältnis zwischen Vater und Tochter, Mutter und Sohn. Das letztere gibt die reinsten Beispiele einer durch keinerlei egoistische Rücksicht gestörten, unwandelbaren Zärtlichkeit."(210)

"Ich meine die Liebeskonkurrenz mit deutlicher Betonung des Geschlechtscharakters. Der Sohn beginnt schon als kleines Kind eine besondere Zärtlichkeit für die Mutter zu entwickeln, die er als sein eigen betrachtet, und den Vater als Konkurrenten zu empfinden, der ihm diesen Alleinbesitz streitig macht, und ebenso sieht die kleine Tochter in der Mutter eine Person, die ihre zärtliche Beziehung zum Vater stört und einen Platz einnimmt, den sie sehr gut selbst ausfüllen könnte. Man muß aus den Beobachtungen erfahren, in wie frühe Jahre diese Einstellungen zurückreichen, die wir als Ödipuskomplex bezeichnen, weil diese Sage die beiden extremen Wünsche, welche sich aus der Situation des Sohnes ergeben, den Vater zu töten und die Mutter zum Weib zu nehmen, mit einer ganz geringfügigen Abschwächung realisiert."(211)

[Opnieuw worden verhoudingen tussen mensen - nu tussen ouders en kinderen - beschreven als een machtsstrijd die universeel is, op p210 nog zonder seksuele associaties, verderop op p211wel. Freud noemt ze "banal und allgemein bekannt"(210). Maar dat is dus niet zo. Misschien, alleen misschien want we weten dat niet als er geen cijfers over zijn, dat dat in Freuds milieu zo was vanwege de enorme nadruk op gezag / autoriteit van ouders en de verwachtingen van gehoorzaamheid en braafheid bij kinderen. Wat trouwens ook weer zou kunnen verklaren dat die brave kinderen zich afreageren op hun broertjes en zusjes. Maar denk dat soort verhoudingen weg en je hebt helemaal geen machtsstrijd, laat staan een Oedipuscomplex waarin aan die machtsstrijd seksuele wensen gekoppeld worden die kinderen er op na houden.
Zou nu niemand dit gezien hebben, zou niemand indertijd een poging gewaagd hebben om Freud aan zijn verstand te peuteren dat hij eens wat verder om zich heen moest kijken dan zijn sigaar lang was?
Met de keuze voor de term 'Oedipuscomplex' - de jongen wil de vader doden en zijn moeder als vrouw nemen - wordt meteen niet meer nagedacht over meisjes en hun verhouding tot de ouders. Het gaat ineens weer over mannen, zoals zo vaak bij Freud.]

"Ich will nicht behaupten, daß der Ödipuskomplex die Beziehung der Kinder zu den Eltern erschöpft; diese kann leicht viel komplizierter sein. Auch ist der Ödipuskomplex mehr oder weniger stark ausgebildet, er kann selbst eine Umkehrung erfahren, aber er ist ein regelmäßiger und sehr bedeutsamer Faktor des kindlichen Seelenlebens, und man läuft eher Gefahr, seinen Einfluß und den der aus ihm hervorgehenden Entwicklungen zu unterschätzen, als ihn zu überschätzen. Übrigens reagieren die Kinder mit der Ödipuseinstellung häufig auf eine Anregung der Eltern, die sich in ihrer Liebeswahl oft genug vom Geschlechtsunterschied leiten lassen, so daß der Vater die Tochter, die Mutter den Sohn bevorzugt oder im Falle von Erkaltung in der Ehe zum Ersatz für das entwertete Liebesobjekt nimmt."(211)

[Het kan dus ook allemaal anders, zegt Freud hier zelf in feite. Maar van dat relativerende is meteen al in de volgende alinea niets meer te bespeuren, waar hij bezig is zijn theorie tegenover mensen te verdedigen die er bezwaar tegen hebben:]

"Man befreunde sich mit der Tatsache, die von der griechischen Sage selbst als unabwendbares Verhängnis anerkannt wird. Interessant ist es wiederum, daß der aus dem Leben herausgeworfene Ödipuskomplex der Dichtung überlassen, gleichsam zur freien Verfügung abgetreten wurde."(212)

Over de seksuele ontwikkeling van het kind van wie opnieuw gezeghd wordt dat het polymorf pervers is.

"Das Kind kann also »polymorph pervers« genannt werden, und wenn es alle diese Regungen nur spurweise betätigt, so kommt dies einerseits von deren geringer Intensität im Vergleiche zu späteren Lebenszeiten, anderseits daher, daß die Erziehung alle sexuellen Äußerungen des Kindes sofort energisch unterdrückt. Diese Unterdrückung setzt sich sozusagen in die Theorie fort, indem die Erwachsenen sich bemühen, einen Anteil der kindlichen Sexualäußerungen zu übersehen und einen anderen durch Umdeutung seiner sexuellen Natur zu entkleiden, bis sie dann das Ganze ableugnen können. Es sind oft dieselben Leute, die erst in der Kinderstube hart gegen alle sexuellen Unarten der Kinder wüten und dann am Schreibtisch die sexuelle Reinheit derselben Kinder verteidigen. Wo Kinder sich selbst überlassen werden oder unter dem Einfluß der Verführung, bringen sie oft ganz ansehnliche Leistungen perverser Sexualbetätigung zustande."(213)

"Es wird uns so bekräftigt, daß das Unbewußte des Seelenlebens das Infantile ist. Der befremdende Eindruck, daß soviel Böses im Menschen steckt, beginnt nachzulassen. Dieses entsetzlich Böse ist einfach das Anfängliche, Primitive, Infantile des Seelenlebens, das wir beim Kinde in Wirksamkeit finden können, das wir aber bei ihm zum Teil wegen seiner kleinen Dimensionen übersehen, zum Teil nicht schwernehmen, weil wir vom Kinde keine ethische Höhe fordern."(214)

"Etwas, was aus unserem bewußten Leben stammt und dessen Charaktere teilt – wir heißen es: die Tagesreste – tritt mit etwas anderem aus jenem Reich des Unbewußten zur Traumbildung zusammen. Zwischen diesen beiden Anteilen vollzieht sich die Traumarbeit."(216)

[Waarom zou het onbewuste vooral infantiel zijn? Dat is onlogisch als je bedenkt dat ook volwassenen de hele tijd hun egoïstische impulsen moeten verdringen. Waarom zouden die 'Tagesreste' bij volwassenen precies infantiele zaken oproepen en niet gewoon de volwassen zaken?]

(217) 14. Die Wunscherfüllung

Dat elke droom een wensdroom is blijkt pas als bij analyse de latente droominhoud naar boven gehaald wordt

.

[En opvallend is dat die duidingen dat ook inderdaad altijd weer opleveren. Je kunt alles zo duiden dat het een wens is, dat is niet zo heel moeilijk. Je past alles in je interpretatieschema en hebt dus altijd gelijk. Maar daarmee is dat nog niet waar. ]

"Aber dem Laienkritiker ist es schwer beizubringen, daß man vor der Deutung des Traumes nicht nach dessen Wunscherfüllung fragen darf. Er wird es doch immer wieder vergessen. Seine ablehnende Haltung gegen die Theorie der Wunscherfüllung ist eigentlich nichts anderes als eine Konsequenz der Traumzensur, ein Ersatz und ein Ausfluß der Ablehnung dieser zensurierten Traumwünsche."(218)

[Wat een arrogantie toch steeds. Brrr. En ook dat gepsychologiseer van tegenstanders - ze willen censureren, ze hebben weerstanden - is niet bepaald hartverwarmend.]

"Wenn der Traum eine Wunscherfüllung ist, so sollten peinliche Empfindungen im Traume unmöglich sein; darin scheinen die Laienkritiker recht zu haben. Es kommen aber dreierlei Komplikationen in Betracht, an welche diese nicht gedacht haben."(218)

De censuur blijkt bijvoorbeeld niet alles tegen te kunnen houden - de wens is te sterk of de censuur te zwak - , waardoor bepaalde pijnlijke wensen toch in de droom opduiken en angstig maken.

"Dabei fällt uns auf, daß wir ja überhaupt noch nicht wissen, warum diese bösen, verworfenen Wünsche sich gerade zur Nachtzeit regen, um uns im Schlafe zu stören. Die Antwort kann kaum anders als in einer Annahme bestehen, die auf die Natur des Schlafzustandes zurückgreift. Bei Tage lastet der schwere Druck einer Zensur auf diesen Wünschen, der es ihnen in der Regel unmöglich macht, sich durch irgendeine Wirkung zu äußern. Zur Nachtzeit wird diese Zensur wahrscheinlich wie alle anderen Interessen des seelischen Lebens zu Gunsten des einzigen Schlafwunsches eingezogen oder wenigstens stark herabgesetzt. Diese Herabsetzung der Zensur zur Nachtzeit ist es dann, der die verbotenen Wünsche es verdanken, daß sie sich wiederum regen dürfen."(221-222)

Waarom moet de droominhoud zo nadrukkelijk een wensdroom zijn en kan zij niet allerlei motieven en betekenissen hebben?

"Meine erste Antwort auf die Frage, warum der Traum nicht im angegebenen Sinn vieldeutig sein soll, lautet wie gewöhnlich in solchen Fällen: Ich weiß nicht, warum es nicht so sein soll. Ich hätte nichts dagegen. Meinetwegen sei es so. Nur eine Kleinigkeit widersetzt sich dieser breiteren und bequemeren Auffassung des Traumes, daß es nämlich in Wirklichkeit nicht so ist."(225)

[Ach gossie ... De feiten zeggen dat het zo is. Alsof Freud niet de hele tijd bezig is vanuit zijn eigen kaders die dromen te interpreteren. Nee, dat is wetenschappelijk onderzoek, horen we dan de hele tijd, hij is objectief bezig en het is objectief zo dat etc. etc. Al die variaties gelden alleen voor de manifeste droominhoud, de latente droomgedachte - die we nota bene alleen via duiding kunnen achterhalen - is een wens. Hoe objectief ...]

De verhouding van 'Tagesreste' en onbesute infantiele wensen en de verhouding van beide tot de latente drromgedachte.

"Sind die Tagesreste, fragen Sie, wirklich in demselben Sinne unbewußt wie der unbewußte Wunsch, der hinzukommen muß, um sie traumfähig zu machen? Sie ahnen richtig. Hier liegt der springende Punkt der ganzen Sache. Sie sind nicht unbewußt in demselben Sinne. Der Traumwunsch gehört einem anderen Unbewußten an, jenem, das wir als infantiler Herkunft, mit besonderen Mechanismen ausgestattet, erkannt haben. Es wäre durchaus angebracht, diese beiden Weisen des Unbewußten durch verschiedene Bezeichnungen voneinander zu sondern. Aber wir wollen doch lieber damit warten, bis wir uns mit dem Erscheinungsgebiet der Neurosen vertraut gemacht haben. Hält man uns doch das eine Unbewußte als phantastisch vor; was wird man erst sagen, wenn wir bekennen, daß wir erst bei zweierlei Unbewußtem unser Auslangen finden?"(229-230)

[On het onbewuste zitten dus in ider geval twee lagen: de infantiele wensen en de indrukken die men overdag gedaan heeft. Op een of andere manier vermengen zich die in de droomarbeid.]

(231) 15. Unsicherheiten und Kritiken

Het eerste bezwaar betreft de interpretatie van de droom.

"1. Es mag Ihr Eindruck geworden sein, daß die Resultate unserer Deutungsarbeit am Traume trotz korrekter Einhaltung der Technik so viel Unbestimmtheiten zulassen, daß dadurch eine sichere Übersetzung des manifesten Traumes in die latenten Traumgedanken doch vereitelt wird. Sie werden dafür anführen, daß man erstens nie weiß, ob ein bestimmtes Element des Traumes im eigentlichen Sinne oder symbolisch zu verstehen ist, denn die als Symbole verwendeten Dinge hören darum doch nicht auf, sie selbst zu sein. Hat man aber keinen objektiven Anhalt, um dies zu entscheiden, so bleibt die Deutung in diesem Punkte der Willkür des Traumdeuters überlassen. (...) Unter diesen Umständen, werden Sie schließen, bleibt der Willkür des Deuters ein Spielraum eingeräumt, dessen Weite mit der objektiven Sicherheit der Resultate unverträglich scheint. Oder Sie können auch annehmen, der Fehler liege nicht am Traume, sondern die Unzulänglichkeiten unserer Traumdeutung ließen sich auf Unrichtigkeiten unserer Auffassungen und Voraussetzungen zurückführen."(231)

[Heel goede vragen hier, maar natuurlijk zal Freud zeggen dat hij wel degelijk objectief kan interpreteren.]

"All Ihr Material ist untadelig gut, aber ich glaube, es rechtfertigt nicht Ihre Schlüsse nach den beiden Richtungen, daß die Traumdeutung, wie wir sie betreiben, der Willkür preisgegeben ist und daß die Mängel der Ergebnisse die Berechtigung unseres Verfahrens in Frage stellen. Wenn Sie anstatt der Willkür des Deuters einsetzen wollen: der Geschicklichkeit, der Erfahrung, dem Verständnis desselben, so pflichte ich Ihnen bei. Ein solches persönliches Moment werden wir freilich nicht entbehren können, zumal nicht bei schwierigeren Aufgaben der Traumdeutung. Das ist aber bei anderen wissenschaftlichen Betrieben auch nicht anders."(232)

[Zie je wel. Bij alle 'wetenschappen' heb je mensen die technieken goed of slecht toepassen, dat maakt ze niet minder tot wetenschappen. En de onduidelijkheid van het te interpreteren materiaal zegt niets over de betrouwbaarheid van de methode. Kijk maar naar alle onduidelijkheden bij archaische schriften en talen, zegt Freud, en vergeet daarbij voor het gemak dat dat empirisch waarneembare zaken zijn, terwijl psychische beelden en symbolen dat niet zijn. Hij meent dat de context altijd alles helder kan krijgen.]

"Die Unbestimmtheit muß also nicht notwendig zur Vieldeutigkeit führen.
Nun müssen wir freilich zugestehen, daß die Sachlage für das Ausdruckssystem des Traumes weit ungünstiger liegt als für alle diese alten Sprachen und Schriften. Denn diese sind doch im Grunde zur Mitteilung bestimmt, d.h. darauf berechnet, auf welchen Wegen und mit welchen Hilfsmitteln immer verstanden zu werden. Gerade dieser Charakter geht aber dem Traume ab. Der Traum will niemandem etwas sagen, er ist kein Vehikel der Mitteilung, er ist im Gegenteile darauf angelegt, unverstanden zu bleiben. Darum dürften wir uns nicht verwundern und nicht irrewerden, wenn sich herausstellen sollte, daß eine Anzahl von Vieldeutigkeiten und Unbestimmtheiten des Traumes der Entscheidung entzogen bleibt. Als sicherer Gewinn unserer Vergleichung bleibt uns nur die Einsicht, daß solche Unbestimmtheiten, wie man sie als Einwand gegen die Triftigkeit unserer Traumdeutungen verwerten wollte, vielmehr regelmäßige Charaktere aller primitiven Ausdruckssysteme sind."(234)

[Hij gaat dus voorbij aan het verschil waarneembaar - niet waarneembaar.]

"2. Eine zweite Reihe von Bedenken hängt tief an dem Eindruck, von dem wohl auch Sie nicht frei geblieben sind, daß ein Anzahl von Lösungen der Traumdeutung, zu denen wir uns genötigt sehen, gezwungen, erkünstelt, an den Haaren herbeigezogen, also gewaltsam oder selbst komisch und witzelnd erscheinen."(235)

[En ook die vind ik zeer herkenbaar. En ook die wijst Freud natuurlijk meteen van de hand: een analyst kan die duidingen echt niet zo maar zelf verzinnen, daar is de medewerking van de patiënt voor nodig en die kent zichzelf toch het beste. En komt met voorbeelden waarin duidelijk is dat een gekunstelde duiding de juiste is - die natuurlijk de kritiek in zijn algemeenheid helemaal niet kunnen ondergraven. Geen goed antwoord hier.]

"3. Ich kann mir vorstellen, daß es Ihnen einen besonderen Eindruck machen wird zu hören, daß Einwendungen gegen unsere Auffassung des Traumes auch von solchen Personen erhoben worden sind, die sich selbst längere Zeit als Psychoanalytiker mit der Deutung von Träumen beschäftigt haben."(238)

"4. Eines Tages schien der objektive Wert der Traumforschung durch die Beobachtung in Frage gestellt, daß die analytisch behandelten Patienten den Inhalt ihrer Träume nach den Lieblingstheorien ihrer Ärzte einrichten, indem die einen vorwiegend von sexuellen Triebregungen träumen, die anderen vom Machtstreben und noch andere sogar von der Wiedergeburt (W. Stekel)."(239-240)

Maar mensen hebben altijd gedroomd, ook toen er geen analytici waren.

[Dat lijkt me geen antwoord op de terecht geponeerde kritiek.]

De 'Tagesreste'werken in de droom door, dus logisch dat iemand die in analyse is ook van de analyticus gaat dromen.

[Dat is wel waar, maar de weergave door de patiënt kan dan nog steeds zo zijn dat hij vertelt wat de analyticus wil horen.]

(243) III. Allgemeine Neurosenlehre

(245) 16. Psychoanalyse und Psychiatrie

"Ich will keine Überzeugungen erwecken – ich will Anregungen geben und Vorurteile erschüttern. Wenn Sie infolge materieller Unkenntnis nicht in der Lage sind zu urteilen, so sollen Sie weder glauben noch verwerfen. Sie sollen anhören und auf sich wirken lassen, was ich Ihnen erzähle. Überzeugungen erwirbt man sich nicht so leicht, oder wenn man so mühelos zu ihnen gekommen ist, erweisen sie sich bald als wertlos und widerstandsunfähig. Ein Anrecht auf Überzeugung hat erst derjenige, der ähnlich wie ich viele Jahre lang an demselben Material gearbeitet und dabei dieselben neuen und überraschenden Erfahrungen selbst erlebt hat."(245)

[Dat is wel een boeiende uitspraak van Freud, weer zo een waarin hij iets over zichzelf laat zien. Echte overtuigingen kun je pas hebben als je jarenlang ervaring hebt opgedaan op een terrein, in dit geval het terrein van de psychiatrie en de neuroses. Bij mensen zonder ervaring op dat vlak wil hij geen overtuigingen opwekken, bij die personen wil hij stimuleren en illusies afbreken.]

"Anderseits sollen Sie aber auch keinen Augenblick meinen, daß das, was ich Ihnen als psychoanalytische Auffassung vortrage, ein spekulatives System ist. Es ist vielmehr Erfahrung, entweder direkter Ausdruck der Beobachtung oder Ergebnis einer Verarbeitung derselben. Ob diese Verarbeitung auf zureichende und auf berechtigte Weise erfolgt ist, das wird sich im weiteren Fortschritt der Wissenschaft herausstellen, und zwar darf ich, nach Ablauf von fast zweieinhalb Dezennien und im Leben ziemlich weit vorgerückt, ohne Ruhmredigkeit behaupten, daß es besonders schwere, intensive und vertiefte Arbeit war, welche diese Beobachtungen geliefert hat."(246)

[Freud wil de psychoanalyse altijd weer nadrukkelijk presenteren als een wetenschap. Daarom legt hij zo de nadruk op 'empirische ervaring' - op 'Beobachtungen'. Maar de vraag is natuurlijk wat je hier 'waarneming' noemt: de waarneming van psychische fenomenen is van een geheel andere aard dan de waarneming van fysische fenomenen. Bovendien is er geen waarneming zonder interpretatiekader, zonder leidende theorie. En juist daar zit het probleem. Freud heeft nog een heel kinderlijk idee van wat wetenschap behelst.]

"Mir schien es im Gegenteil, als ob die sogenannte wissenschaftliche Polemik im ganzen recht unfruchtbar sei, abgesehen davon, daß sie fast immer höchst persönlich betrieben wird."(246)

[Ja, dat was in die tijd wel erg aanwezig, dat is waar. Het valt mij ook steeds op hoe ontzetten er op de man gespeeld wordt in die discussies van zijn tijd en hoe weinig zakelijk er gekeken wordt naar methoden etc. Het is meestal meer een normatieve discussie dan een wetenschapsfilosofische discussie. Ik moet daar wel aan toevoegen dat Freud dat spelletje zelf ook de hele tijd speelt met mensen die kritiek op hem hebben.]

"Sie werden nun gewiß urteilen, daß eine solche Ablehnung literarischer Diskussion einen besonders hohen Grad von Unzugänglichkeit gegen Einwürfe, von Eigensinn, oder wie man es in der liebenswürdigen wissenschaftlichen Umgangssprache ausdrückt, von »Verranntheit« bezeugt. Ich möchte Ihnen antworten, wenn Sie einmal eine Überzeugung mit so schwerer Arbeit erworben haben werden, wird Ihnen auch ein gewisses Recht zufallen, mit einiger Zähigkeit an dieser Überzeugung festzuhalten. Ich kann ferner geltend machen, daß ich im Laufe meiner Arbeiten meine Ansichten über einige wichtige Punkte modifiziert, geändert, durch neue ersetzt habe, wovon ich natürlich jedesmal öffentlich Mitteilung machte. Und der Erfolg dieser Aufrichtigkeit? Die einen haben von meinen Selbstkorrekturen überhaupt nicht Kenntnis genommen und kritisieren mich noch heute wegen Aufstellungen, die mir längst nicht mehr dasselbe bedeuten. Die anderen halten mir gerade diese Wandlungen vor und erklären mich darum für unzuverlässig.(247)

[Dit is daar zo'n voorbeeld van. Het is een sneer naar tegenstanders. Freud graaft zich in en voert een loopgravenoorlog met tegenstanders. Helemaal vreemd is dat ook weer niet omdat de discussie dus op een heel ander niveau gevoerd wordt dan op het wetenschapsfilosofische. Van de andere kant is dat niet de enige reden waarom Freud zo vasthoudt aan zijn eigen opvattingen, het is ook een gebrek aan inzicht in hoe wetenschap werkt. Hij laat zich gewoon niet graag controleren.]

Bespreking van casussen. De vrouw met een 'Eifersuchtswahn'. De traditionele verwijzing naar erfelijke factoren door psychiaters. De psychoanalyse kan meer bieden: de vrouw was zelf verliefd op een jonge man - een wens die was verdrongen naar het onbewuste - en - verschuiving vanuit het onbewuste, Freud gebruikt hier ook de woord 'Spiegelung' en 'Projektion' - het beeld dat haar man verliefd zou zijn op een jonge vrouw ontlastte haar geweten blijkbaar.

[Probleem is hier natuurlijk hoe Freud zo zeker weet dat dat is wat er speelt. Hoe controleerbaar is zo'n verklaring?]

"Die Frau befindet sich in dem kritischen Alter, das dem weiblichen Sexualbedürfnis eine unerwünschte plötzliche Steigerung bringt;"(254)

[Pardon? Waar komt dat vandaan? En waarom 'unerwünscht'? Dat woord viel niet bij de eerdere constatering dat veel mannen in die leeftijd rond de 50 iets met jongere vrouwen zoeken.]

"Sie werden mir zugeben, daß im Wesen der psychiatrischen Arbeit nichts liegt, was sich gegen die psychoanalytische Forschung sträuben könnte. Die Psychiater sind's also, die sich der Psychoanalyse widersetzen, nicht die Psychiatrie."(255-256)

"Sie wissen, die Anatomie gilt uns heute als die Grundlage einer wissenschaftlichen Medizin, aber es gab eine Zeit, in der es ebenso verboten war, menschliche Leichen zu zerlegen, um den inneren Bau des Körpers kennenzulernen, wie es heute verpönt erscheint, Psychoanalyse zu üben, um das innere Getriebe des Seelenlebens zu erkunden. Und voraussichtlich bringt uns eine nicht zu ferne Zeit die Einsicht, daß eine wissenschaftlich vertiefte Psychiatrie nicht möglich ist ohne eine gute Kenntnis der tieferliegenden, der unbewußten Vorgänge im Seelenleben."(256)

(258) 17. Der Sinn der Symptome

"Es mag uns übrigens ziemlich gleichgültig sein, von wem diese Entdeckung herrührt, denn Sie wissen, jede Entdeckung wird mehr als einmal gemacht, und keine wird auf einmal gemacht, und der Erfolg geht ohnedies nicht mit dem Verdienst. Amerika heißt nicht nach Kolumbus."(258)

[Als hij dat echt vond had hij zich niet zijn hele leven druk gemaakt over prioriteit.]

Voorbeeldcasussen vanuit de dwangneurosen.

"Die Psychiatrie gibt den verschiedenen Zwängen Namen, sagt sonst weiter nichts über sie. Dafür betont sie, daß die Träger solcher Symptome »Degenerierte« sind. Das ist wenig Befriedigung, eigentlich ein Werturteil, eine Verurteilung anstatt einer Erklärung."(261)

[Dat is een goede en terechte kritiek van Freud. De twee casussen die volgen en de interpretaties daar vind ik weer moeilijk te geloven. Minstens is de vraag hoe iemand zou kunnen controleren of bijvoorbeeld die laatste interpretatie deugt. Zelfs al zou de betrokken 19-jarige vrouw zelf de interpretatie accepteren, dan nog hoeft die interpretatie niet de juiste te zijn, lijkt mij.]

"So habe ich Ihnen denn an zwei ausgewählten Beispielen gezeigt, daß die neurotischen Symptome einen Sinn haben wie die Fehlleistungen und wie die Träume und daß sie in intimer Beziehung zum Erleben der Patienten stehen. Kann ich erwarten, daß Sie mir diesen überaus bedeutsamen Satz auf zwei Beispiele hin glauben? Nein. Aber können Sie von mir verlangen, daß ich Ihnen soviel weitere Beispiele erzähle, bis Sie sich für überzeugt erklären? Auch nicht, denn bei der Ausführlichkeit, mit der ich den einzelnen Fall behandle, müßte ich ein fünfstündiges Semestralkolleg der Erledigung dieses einzelnen Punktes der Neurosenlehre widmen. Ich bescheide mich also damit, Ihnen eine Probe für meine Behauptung gegeben zu haben, und verweise Sie im übrigen auf die Mitteilungen in der Literatur, auf die klassischen Symptomdeutungen im ersten Fall von Breuer (Hysterie), auf die frappanten Aufhellungen ganz dunkler Symptome bei der sogenannten Dementia praecox durch C. G. Jung aus der Zeit, da dieser Forscher bloß Psychoanalytiker war und noch nicht Prophet sein wollte, und auf alle die Arbeiten, die seither unsere Zeitschriften gefüllt haben."(269)

[Ook dit is weer zo'n voorbeeld dat Freud net als zovelen in zijn tijd op de man spelen. Hij zegt dan wel dat hij hier niet in een polemiek wil verzeilen etc., maar sneert desondanks geregeld naar anderen. Hiervoor kreeg Janet al een veeg uit de pan en nu Jung. ]

(273) 18. Die Fixierung an das Trauma, das Unbewußte

Verdere bespreking van beide casussen uit de vorige sectie. Het idee fixering.

"Bei unserer zweiten Patientin, dem jungen Mädchen, ist es eine erotische Bindung an den Vater, welche sich in den Jahren vor der Pubertät hergestellt hatte, die für ihr Leben dasselbe leistet. Sie hat auch für sich den Schluß gezogen, daß sie nicht heiraten kann, solange sie so krank ist. Wir dürfen vermuten, sie ist so krank geworden, um nicht heiraten zu müssen und um beim Vater zu bleiben."(273)

[Of die erotische binding de onderliggende oorzaak van de neurose is is nog maar de vraag. Want nogmaals: wie kan die interpretatie controleren?]

Vergelijking met de traumatische neurosen zoals die bijvoorbeeld in oorlogen ontstaan en waar een fixering aan het traumatische moment normaal is: zo simpel ligt het volgens Freud niet.

"Einen solchen Sachverhalt haben wir im Auge, wenn wir von der Existenz unbewußter seelischer Vorgänge reden. Wir dürfen alle Welt herausfordern, von diesem Sachverhalt auf eine korrektere wissenschaftliche Art Rechenschaft zu geben, und wollen dann gern auf die Annahme unbewußter seelischer Vorgänge verzichten. Bis dahin werden wir aber an dieser Annahme festhalten, und wir müssen es mit resigniertem Achselzucken als unbegreiflich abweisen, wenn uns jemand einwenden will, das Unbewußte sei hier nichts im Sinne der Wissenschaft Reales, ein Notbehelf, une façon de parler. Etwas nicht Reales, von dem so real greifbare Wirkungen ausgehen wie eine Zwangshandlung!"(277)

[Weer een sneer naar Janet. En een algemene kritiek op mensen die geen realiteit toeschrijven aan het onbewuste en aan onbewuste geestelijke processen. Als het onbewuste niet iets is dat werkelijk bestaat, zo Freud, hoe kan het dan zo'n grote invloed uitoefenen op het handelen dat er dwanghandelingen ontstaan? Die zijn namelijk maar al te reëel. Maar is de term 'onbewust' zo essentieel? Je zou het ook over 'verdrongen innerlijke conflicten' kunnen hebben of iets dergelijks.]

"Man muß doch bekennen, in diesen Symptomen der Zwangsneurose, diesen Vorstellungen und Impulsen, die auftauchen, man weiß nicht woher, sich so resistent gegen alle Einflüsse des sonst normalen Seelenlebens benehmen, den Kranken selbst den Eindruck machen, als wären sie übergewaltige Gäste aus einer fremden Welt, Unsterbliche, die sich in das Gewühl der Sterblichen gemengt haben, ist wohl der deutlichste Hinweis auf einen besonderen, vom übrigen abgeschlossenen Bezirk des Seelenlebens gegeben. Von ihnen aus führt ein nicht zu verfehlender Weg zur Überzeugung von der Existenz des Unbewußten in der Seele, und gerade darum weiß die klinische Psychiatrie, die nur eine Bewußtseinspsychologie kennt, mit ihnen nichts anderes anzufangen, als daß sie sie für die Anzeichen einer besonderen Degenerationsweise ausgibt. Natürlich sind die Zwangsvorstellungen und Zwangsimpulse nicht selbst unbewußt, so wenig wie die Ausführung der Zwangshandlungen der bewußten Wahrnehmung entgeht. Sie wären nicht Symptome geworden, wenn sie nicht zum Bewußtsein durchgedrungen wären. Aber die psychischen Vorbedingungen, die wir durch die Analyse für sie erschließen, die Zusammenhänge, in welche wir sie durch die Deutung einsetzen, sind unbewußte, wenigstens so lange, bis wir sie dem Kranken durch die Arbeit der Analyse zu bewußten gemacht haben."(277-278)

[Dit is weer een goede kritiek. Mijn bezwaar geldt eigenlijk alleen maar de ruimtelijke terminologie, alsof 'het bewustzijn' en 'het onbewust' ergens bestaan zoals dingen bestaan: 'der Existenz des Unbewußten in der Seele'. Wat als we praten in termen van functies? Het bewuste / onbewuste is een functie van de hersenen. Zou dat helpen? Alsof de hersenen een soort van Zwitsers zakmes zijn dat verschillende dingen kan doen, verschillende mogelijkheden heeft om met ervaringen om te gaan, en de resultaten van al die processen in het geheugen opslaat.]

" ... so werden Sie verstehen, daß wir in der Psychoanalyse das unbewußte Seelische nicht entbehren können und gewohnt sind, mit ihm wie mit etwas sinnlich Greifbarem zu operieren [mijn nadruk]. Sie werden aber vielleicht auch begreifen, wie wenig urteilsfähig in dieser Frage alle anderen sind, die das Unbewußte nur als Begriff kennen, die nie analysiert, nie Träume gedeutet oder neurotische Symptome in Sinn und Absicht umgesetzt haben. Um es für unsere Zwecke nochmals auszusprechen: Die Möglichkeit, den neurotischen Symptomen durch analytische Deutung einen Sinn zu geben, ist ein unerschütterlicher Beweis für die Existenz – oder, wenn Sie so lieber wollen, für die Notwendigkeit der Annahme – unbewußter seelischer Vorgänge."(278)

[Ja, maar dat is dus niet het geval: het onbewuste is niet waarneembaar en grijpbaar, je doet alleen maar alsof dat zo is. Maar is dat een goede aanpak?]

"Der Breuersche Fund ist noch heute die Grundlage der psychoanalytischen Therapie. Der Satz, daß die Symptome verschwinden, wenn man ihre unbewußten Vorbedingungen bewußtgemacht hat, ist durch alle weitere Forschung bestätigt worden, obgleich man den merkwürdigsten und unerwartetsten Komplikationen begegnet, wenn man den Versuch seiner praktischen Durchführung unternimmt. Unsere Therapie wirkt dadurch, daß sie Unbewußtes in Bewußtes verwandelt, und wirkt nur, insoweit sie in die Lage kommt, diese Verwandlung durchzusetzen."(279)

[Dat kan ik me weer wél goed voorstellen.]

"Meine Herren!"(281)

[Hm, waar zijn de dames ineens gebleven? Een Freudiaanse verspreking die duidelijk laat zien dat hij vrouwen niet serieus neemt :-) ]

"Sie haben gehört, daß man die Aufgabe der psychoanalytischen Behandlung in die Formel fassen kann, alles pathogene Unbewußte in Bewußtes umzusetzen. Nun werden Sie vielleicht erstaunt sein zu erfahren, daß man diese Formel auch durch die andere ersetzen kann, alle Erinnerungslücken der Kranken auszufüllen, seine Amnesien aufzuheben. Das käme auf dasselbe hinaus."(281)

"In beiden Fällen besteht keine eigentliche Amnesie, kein Erinnerungsausfall, aber es ist ein Zusammenhang unterbrochen, der die Reproduktion, das Wiederauftauchen in der Erinnerung, herbeiführen sollte. Eine derartige Störung des Gedächtnisses reicht für die Zwangsneurose hin, bei der Hysterie ist es anders. Diese letztere Neurose ist meist durch ganz großartige Amnesien ausgezeichnet."(282)

"Mit dieser Hervorhebung des Unbewußten im Seelenleben haben wir aber die bösesten Geister der Kritik gegen die Psychoanalyse aufgerufen. Wundern Sie sich darüber nicht und glauben Sie auch nicht, daß der Widerstand gegen uns nur an der begreiflichen Schwierigkeit des Unbewußten oder an der relativen Unzugänglichkeit der Erfahrungen gelegen ist, die es erweisen. Ich meine, er kommt von tiefer her. Zwei große Kränkungen ihrer naiven Eigenliebe hat die Menschheit im Laufe der Zeiten von der Wissenschaft erdulden müssen. Die erste, als sie erfuhr, daß unsere Erde nicht der Mittelpunkt des Weltalls ist, sondern ein winziges Teilchen eines in seiner Größe kaum vorstellbaren Weltsystems. Sie knüpft sich für uns an den Namen Kopernikus, obwohl schon die alexandrinische Wissenschaft ähnliches verkündet hatte. Die zweite dann, als die biologische Forschung das angebliche Schöpfungsvorrecht des Menschen zunichte machte, ihn auf die Abstammung aus dem Tierreich und die Unvertilgbarkeit seiner animalischen Natur verwies. Diese Umwertung hat sich in unseren Tagen unter dem Einfluß von Ch. Darwin, Wallace und ihren Vorgängern nicht ohne das heftigste Sträuben der Zeitgenossen vollzogen. Die dritte und empfindlichste Kränkung aber soll die menschliche Größensucht durch die heutige psychologische Forschung erfahren, welche dem Ich nachweisen will, daß es nicht einmal Herr ist im eigenen Hause, sondern auf kärgliche Nachrichten angewiesen bleibt von dem, was unbewußt in seinem Seelenleben vorgeht. Auch diese Mahnung zur Einkehr haben wir Psychoanalytiker nicht zuerst und nicht als die einzigen vorgetragen, aber es scheint uns beschieden, sie am eindringlichsten zu vertreten und durch Erfahrungsmaterial, das jedem einzelnen nahegeht, zu erhärten. Daher die allgemeine Auflehnung gegen unsere Wissenschaft, die Versäumnis aller Rücksichten akademischer Urbanität und die Entfesselung der Opposition von allen Zügeln unparteiischer Logik, und dazu kommt noch, daß wir den Frieden dieser Welt noch auf andere Weise stören mußten, wie Sie bald hören werden."(283-284)

[Ah, ik wist niet dat Freud zelf dit beeld van de drie verwondingen van de menselijke trots had beschreven: Copernicus (de aarde is niet het middelpunt van het heelal); Darwin (de mens is niet de kroon op de schepping maar een onderdeel van het dierenrijk en de evolutie ervan); Freud (de mens is zelfs geen baas in eigen huis, omdat naast het bewustzijn het onbewuste het handelen stuurt).]

(285) 19. Widerstand und Verdrängung

"Der Widerstand der Kranken ist sehr mannigfaltig, höchst raffiniert, oft schwer zu erkennen, wechselt proteusartig die Form seiner Erscheinung."(285-286)

[Wat opnieuw de vraag oproept hoe de analyst zo zeker weet dat iets weerstand is. Is een pauze in een verhaal (286) nu werkelijk een aanwijzing daarvoor?]

"Wir legen es dem Kranken auf, sich in einen Zustand von ruhiger Selbstbeobachtung ohne Nachdenken zu versetzen und alles mitzuteilen, was er dabei an inneren Wahrnehmungen machen kann: Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, in der Reihenfolge, in der sie in ihm auftauchen. Wir warnen ihn dabei ausdrücklich, irgendeinem Motiv nachzugeben, welches eine Auswahl oder Ausschließung unter den Einfällen erzielen möchte, möge es lauten, das ist zu unangenehm oder zu indiskret, um es zu sagen, oder das ist zu unwichtig, es gehört nicht hierher, oder das ist unsinnig, braucht nicht gesagt zu werden. Wir schärfen ihm ein, immer nur der Oberfläche seines Bewußtseins zu folgen, jede wie immer geartete Kritik gegen das, was er findet, zu unterlassen, und vertrauen ihm an, daß der Erfolg der Behandlung, vor allem aber die Dauer derselben von der Gewissenhaftigkeit abhängt, mit der er diese technische Grundregel der Analyse befolgt. Wir wissen ja von der Technik der Traumdeutung, daß gerade solche Einfälle, gegen welche sich die aufgezählten Bedenken und Einwendungen erheben, regelmäßig das Material enthalten, welches zur Aufdeckung des Unbewußten hinführt."(286)

[Ik denk dat dit Freuds beste beschrijving van de methode van vrije associatie is.]

"Genug, es gelingt endlich, durch Entschiedenheit und Beharrung dem Widerstand ein gewisses Ausmaß von Gehorsam gegen die technische Grundregel abzuringen, und dann wirft er sich auf ein anderes Gebiet. Er tritt als intellektueller Widerstand auf, kämpft mit Argumenten, bemächtigt sich der Schwierigkeiten und Unwahrscheinlichkeiten, welche das nomale, aber nicht unterrichtete Denken an den analytischen Lehren findet. Wir bekommen dann alle Kritiken und Einwendungen von dieser einzelnen Stimme zu hören, die uns in der wissenschaftlichen Literatur als Chorus umbrausen."(287)

[Dus eerst uit zich de weerstand in het niet alles vertellen, als dat eenmaal lukt gaat de patiënt in discussie, vraagt van alles en leidt af van zichzelf. Opnieuw de vraag hoe Freud weet dat wat hij zelf te berde brengt waar is en dat iets ter discussie stellen door de patiënt etc. een vorm van weerstand is. Dit is allemaal zo gemakkelijk te misbuiken ...]

"Die intellektuellen Widerstände sind nicht die schlimmsten; man bleibt ihnen immer überlegen. Aber der Patient versteht es auch, indem er im Rahmen der Analyse bleibt, Widerstände herzustellen, deren Überwindung zu den schwierigsten technischen Aufgaben gehört. Anstatt sich zu erinnern, wiederholt er aus seinem Leben solche Einstellungen und Gefühlsregungen, die sich mittels der sogenannten »Übertragung« zum Widerstand gegen Arzt und Kur verwenden lassen. Er entnimmt dieses Material, wenn es ein Mann ist, in der Regel seinem Verhältnis zum Vater, an dessen Stelle er den Arzt treten läßt, und macht somit Widerstände aus seinem Bestreben nach Selbständigkeit der Person und und des Urteils, aus seinem Ehrgeiz, der sein erstes Ziel darin fand, es dem Vater gleichzutun oder ihn zu überwinden, aus seinem Unwillen, die Last der Dankbarkeit ein zweites Mal im Leben auf sich zu laden. (...) Die Frauen verstehen es meisterhaft, eine zärtliche, erotisch betonte Übertragung auf den Arzt für die Zwecke des Widerstandes auszubeuten. Bei einer gewissen Höhe dieser Zuneigung erlischt jedes Interesse für die aktuelle Situation der Kur, jede der Verpflichtungen, die sie beim Eingehen in dieselbe auf sich genommen hatten, und die nie ausbleibende Eifersucht sowie die Erbitterung über die unvermeidliche, wenn auch schonend vorgebrachte Abweisung müssen dazu dienen, das persönliche Einvernehmen mit dem Arzt zu verderben und so eine der mächtigsten Triebkräfte der Analyse auszuschalten."(288-289)

[De eerste echt duidelijke beschrijving van overdracht. Waarom zouden mannen in hun overdracht naar de analyst meteen hun relatie met hun vader met hun vader uitspelen? Dat vind ik weer zo simpel. En waarom zou die van vrouwen erotisch van aard zijn en met jaloezie gepaard gaan vanwege de afwijzing? Is dat niet arrogantie of 'wishful thinking van de mannelijke analyst?]

"Ja, wir verstehen endlich, daß die Überwindung dieser Widerstände die wesentliche Leistung der Analyse und jenes Stück der Arbeit ist, welches uns allein zusichert, daß wir etwas beim Kranken zustande gebracht haben."(289)

"Ich habe diesem Punkt eine so ausführliche Behandlung geschenkt, weil ich Ihnen mitzuteilen habe, daß diese unsere Erfahrung mit dem Widerstande der Neurotiker gegen die Beseitigung ihrer Symptome die Grundlage unserer dynamischen Auffassung der Neurosen geworden ist. (...) Darum durfte ich auch sagen, die eigentliche Psychoanalyse hat mit dem Verzicht auf die Hilfe der Hypnose eingesetzt."(290)

"Wenn aber die Konstatierung des Widerstandes so bedeutsam geworden ist, so dürfen wir wohl einem vorsichtigen Zweifel Raum geben, ob wir nicht allzu lechtfertig in der Annahme von Widerständen sind. Vielleicht gibt es wirklich neurotische Fälle, in denen die Assoziationen sich aus anderen Gründen versagen, vielleicht verdienen die Argumente gegen unsere Voraussetzungen wirklich eine inhaltliche Würdigung und wir tun Unrecht daran, die intellektuelle Kritik der Analysierten so bequem als Widerstand beiseite zu schieben."(290)

[Precies. Maar Freud geeft geen antwoord. Meteen weer vage formuleringen. Meteen weer een overgang naar een ander onderwerp: verdringing. En ook daar is wel het een en ander aan kritiek mogelijk.]

"Nun muß aber nicht aus jedem Negativ ein Positiv werden, und ebensowenig ist es notwendig, daß jeder unbewußte Seelenvorgang sich in einen bewußten umwandle. Wir drücken uns mit Vorteil so aus, der einzelne Vorgang gehöre zuerst dem psychischen System des Unbewußten an und könne dann unter Umständen in das System des Bewußten übertreten."(292-293)

"Die roheste Vorstellung von diesen Systemen ist die für uns bequemste; es ist die räumliche. Wir setzen also das System des Unbewußten einem großen Vorraum gleich, in dem sich die seelischen Regungen wie Einzelwesen tummeln. An diesen Vorraum schließe sich ein zweiter, engerer, eine Art Salon, in welchem auch das Bewußtsein verweilt. Aber an der Schwelle zwischen beiden Räumlichkeiten walte ein Wächter seines Amtes, der die einzelnen Seelenregungen mustert, zensuriert und sie nicht in den Salon einläßt, wenn sie sein Mißfallen erregen. Sie sehen sofort ein, daß es nicht viel Unterschied macht, ob der Wächter eine einzelne Regung bereits von der Schwelle abweist oder ob er sie wieder über sie hinausweist, nachdem sie in den Salon eingetreten ist. Es handelt sich dabei nur um den Grad seiner Wachsamkeit und um sein frühzeitiges Erkennen. Das Festhalten an diesem Bilde gestattet uns nun eine weitere Ausbildung unserer Nomenklatur. Die Regungen im Vorraum des Unbewußten sind dem Blick des Bewußtseins, das sich ja im anderen Raum befindet, entzogen; sie müssen zunächst unbewußt bleiben. Wenn sie sich bereits zur Schwelle vorgedrängt haben und vom Wächter zurückgewiesen worden sind, dann sind sie bewußtseinsunfähig; wir heißen sie verdrängt. Aber auch die Regungen, welche der Wächter über die Schwelle gelassen, sind darum nicht notwendig auch bewußt geworden; sie können es bloß werden, wenn es ihnen gelingt, die Blicke des Bewußtseins auf sich zu ziehen. Wir heißen darum diesen zweiten Raum mit gutem Recht das System des Vorbewußten. Das Bewußtwerden behält dann seinen rein deskriptiven Sinn. Das Schicksal der Verdrängung besteht aber für eine einzelne Regung darin, daß sie vom Wächter nicht aus dem System des Unbewußten in das des Vorbewußten eingelassen wird. Er ist derselbe Wächter, den wir als Widerstand kennenlernen, wenn wir durch die analytische Behandlung die Verdrängung aufzuheben versuchen."(293)

[Ik weet niet. Misschien is het een gemakkelijke metafoor, maar misschien daarmee ook een metafoor die erg vertekent wat er gebeurt. De wachter als censurende instantie met name is een probleem. Het idee dat de censuur zo intens is en toch af en toe zaken in het bewustzijn door laat die dan verdrongen moeten worden is merkwaardig. Waarom zou die censuur af en toe ineens niet functioneren? Maar ook: waarom zouden allerlei waarnemingen en psychische zaken niet al meteen bewust zijn zonder uit dat onbewuste te komen? En is het niet bijzonder verwarrend om te schrijven: er zijn zaken die wel over de drempel komen maar nog niet bewust zijn geworden? Waarom een voorbewuste invoeren? Alleen maar omdat dat voor de droomduiding zo goed uitkomt? En meer van die vragen. Freud ziet zelf ook wel bezwaren aan de metafoor, maar praat ze weg.]

"Gewiß sind noch allerlei Einwendungen gegen den Satz, daß die neurotischen Symptome sexuelle Ersatzbefriedigungen sind, möglich."(297)

"Sie werden nicht versäumen zu betonen, daß diese Symptome nichts Reales an Befriedigung bieten, daß sie sich oft genug auf die Belebung einer Sensation oder die Darstellung einer Phantasie aus einem sexuellen Komplex beschränken. Ferner, daß die angebliche Sexualbefriedigung so häufig einen kindischen und unwürdigen Charakter zeigt, sich etwa einem masturbatorischen Akt annähert, oder an die schmutzigen Unarten erinnert, die man schon den Kindern verbietet und abgewöhnt."(298-299)

[Opnieuw negatief over masturberen en zo. Wat is 'reële bevrediging'?]

(300) 20. Das menschliche Sexualleben

Het probleem om een goede definitie te vinden van seksualiteit.

"Etwas, was aus der Berücksichtigung des Gegensatzes der Geschlechter, des Lustgewinnes, der Fortpflanzungsfunktion und des Charakters des geheimzuhaltenden Unanständigen zusammengesetzt ist, wird im Leben für alle praktischen Bedürfnisse genügen. Aber es genügt nicht mehr in der Wissenschaft."(301)

Maar in allerlei perversies is in ieder geval de voortplanting helemaal niet van betekenis zoals bij homoseksualiteit, aldus Freud. Hij probeert weer in te delen naar variaties in seksueel object en seksueel doel.

[Erg veel fantasie heeft hij blijkbaar niet. Ik kan me voorstellen dat hij geen raad zou weten met de huidige situatie waarin homo's en lesbiënnes wel kinderen willen maar dan via een andere weg. Hij zou het ongetwijfeld veroordelen.]

"Aber nun folgt eine lange Reihe von Abnormen, deren sexuelle Betätigung sich immer weiter von dem entfernt, was einem vernünftigen Menschen begehrenswert erscheint."(301)

[Een verstandig mens? En wat is dat dan wel? En waar 'pervers' eerst nog tussen ganzenvoetjes staat is het al gauw het standaard gebruikte woord met een negatieve gevoelswaarde voor alle 'van het normale afwijkende' vormen van seksualiteit. Lees maar:]

"Dabei kann es nicht den leisesten Zweifel leiden, daß in diese Tollheiten, Sonderbarkeiten und Gräßlichkeiten wirklich die Sexualbetätigung dieser Menschen gegeben ist. Nicht nur, daß sie es selbst so auffassen und das Ersatzverhältnis verspüren, wir müssen uns auch sagen, es spielt die nämliche Rolle in ihrem Leben wie die normale Sexualbefriedigung in unserem, sie bringen dafür die nämlichen, oft übergroßen Opfer, und es läßt sich im Groben wie im feineren Detail verfolgen, wo sich diese Abnormitäten an das Normale anlehnen und wo sie davon abgehen. Auch daß Sie den Charakter des Unanständigen, welcher der Sexualbetätigung anhaftet, hier wiederfinden, kann Ihnen nicht entgehen; er ist aber zumeist zum Schändlichen gesteigert."(303; [alles mijn nadruk])

[Freud en zijn waardeoordelen over seksualiteit ten voeten uit. De voortdurende koppeling van het woord 'onfatsoenlijk' aan seksualiteit. Het praten in termen van wij (de normalen) en zij (de abnormalen) - waarbij hij zichzelf maar al te graag bij de normalen rekent. De negatieve labels als dwaasheden, eigenaardigheden, gruwelijkheden, het schandelijke ervan. Maar hij vindt wel dat al die "krankhaften Gestaltungen der Sexualität"(303) / "sexuelle Ersatzbefriedigungen"(304) bestudeerd en theoretisch ingekaderd moeten worden, willen we de normale seksualiteit begrijpen.]

"Sie werden in manchen Fällen dadurch provoziert oder aktiviert, daß einer normalen Befriedigung des Sexualtriebes allzu große Schwierigkeiten gemacht werden, infolge vorübergehender Umstände oder dauernder sozialer Einrichtungen. In anderen Fällen sind die Perversionsneigungen freilich von solchen Begünstigungen ganz unabhängig; sie sind sozusagen für dieses Individuum die normale Art des Sexuallebens."(306)

"Wenn es richtig ist, daß die reale Erschwerung oder die Entbehrung einer normalen Sexualbefriedigung bei Personen perverse Neigungen zum Vorschein bringen, die sonst keine solchen gezeigt hatten, so muß bei diesen Personen etwas anzunehmen sein, was den Perversionen entgegenkommt; oder wenn Sie so wollen, sie müssen in latenter Form bei ihnen vorhanden sein."(306-307)

[Er zijn dus mensen die bij een belemmering in of het ontbreken van seksuele bevrediging geen perverse neigingen ontwikkelen omdat er niets in hen is dat daartoe stimuleert? Zielig. Die latente vorm ontstaat door de infantiele seksualiteit. ]

"Die psychoanalytische Forschung ist nämlich genötigt worden, sich auch um das Sexualleben des Kindes zu bekümmern, und zwar dadurch, daß die Erinnerungen und Einfälle bei der Analyse der Symptome regelmäßig bis in frühe Jahre der Kindheit zurückführten. Was wir dabei erschlossen haben, ist dann Punkt für Punkt durch unmittelbare Beobachtungen an Kindern bestätigt worden. [mijn nadruk] Und da hat sich dann ergeben, daß alle Perversionsneigungen in der Kindheit wurzeln, daß die Kinder zu ihnen alle Anlage haben und sie in dem ihrer Unreife entsprechenden Ausmaß betätigen, kurz, daß die perverse Sexualität nichts anderes ist als die vergrößerte, in ihre Einzelregungen zerlegte infantile Sexualität."(307)

[Dat is wat hij graag zou willen: een empirische bevestiging van zijn theorie. Ik heb toe nu toe nergens bronnen genoemd gezien van dergelijk onderzoek.]

"Die Gesellschaft muß es nämlich unter ihre wichtigsten Erziehungsaufgaben aufnehmen, den Sexualtrieb, wenn er als Fortpflanzungsdrang hervorbricht, zu bändigen, einzuschränken, einem individuellen Willen zu unterwerfen, der mit dem sozialen Geheiß identisch ist. Sie hat auch Interesse daran, seine volle Entwicklung aufzuschieben, bis das Kind eine gewisse Stufe der intellektuellen Reife erreicht hat, denn mit dem vollen Durchbruch des Sexualtriebes findet auch die Erziehbarkeit praktisch ein Ende. Der Trieb würde sonst über alle Dämme brechen und das mühsam errichtete Werk der Kultur hinwegschwemmen.[mijn nadruk] (...) Das Motiv der menschlichen Gesellschaft ist im letzten Grunde ein ökonomisches; da sie nicht genug Lebensmittel hat, um ihre Mitglieder ohne deren Arbeit zu erhalten, muß sie die Anzahl ihrer Mitglieder beschränken und ihre Energien von der Sexualbetätigung weg auf die Arbeit lenken. Also die ewige, urzeitliche, bis auf die Gegenwart fortgesetzte Lebensnot."(308)

[Over de culturele / maatschappelijke noodzaak de seksualiteit aan banden te leggen. Met name die benadrukte zin is typisch: wanneer je de seksuele drift niet aan banden legt ontstaat er een soort van overstroming die de hele cultuur wegspoelt. Waar blijft hij nu met zijn tegenvoorbeelden uit de antropologie en zo? En de economische verklaring gaat er weer van uit dat seks = voortplanting = kinderen krijgen. En dus moeten we alle seksuele genot zien uit te bannen? Vreemd. Freud heeft echt geen idee van seks. ]

"In dieser Absicht werden fast alle infantilen Sexualbetätigungen dem Kinde verboten und verleidet; man setzt sich das ideale Ziel, das Leben des Kindes asexuell zu gestalten, und hat es im Laufe der Zeit endlich dahin gebracht, daß man es wirklich für asexuell hält, was dann die Wissenschaft als ihre Lehre verkündet. Um sich mit seinem Glauben und seinen Absichten nicht in Widerspruch zu setzen, übersieht man dann die Sexualbetätigung des Kindes, was keine geringe Leistung ist, oder begnügt sich in der Wissenschaft damit, sie anders aufzufassen. Das Kind gilt als rein, als unschuldig, und wer es anders beschreibt, darf als ruchloser Frevler an zarten und heiligen Gefühlen der Menschheit verklagt werden."(308)

[Het enige dat Freud wil is dat de feiten erkent en de illusies doorgeprikt worden. Maar wat hij blijkbaar niet wil is om die onderdrukkende praktijken tegenover kinderen te veranderen of op te heffen.]

"Es ist eigentlich selbstverständlich; wenn das Kind überhaupt ein Sexualleben hat, so muß es von perverser Art sein, denn dem Kinde fehlt noch bis auf wenige dunkle Andeutungen, was die Sexualität zur Fortpflanzungsfunktion macht. Anderseits ist es der gemeinsame Charakter aller Perversionen, daß sie das Fortpflanzungsziel aufgegeben haben. In dem Falle heißen wir eine Sexualbetätigung eben pervers, wenn sie auf das Fortpflanzungsziel verzichtet hat und die Lustgewinnung als davon unabhängiges Ziel verfolgt. [mijn nadruk] Sie verstehen also, der Bruch und Wendepunkt in der Entwicklung des Sexuallebens liegt in der Unterordnung desselben unter die Absichten der Fortpflanzung. Alles was vor dieser Wendung vorfällt, ebenso alles, was sich ihr entzogen hat, was allein dem Lustgewinn dient, wird mit dem nicht ehrenvollen Namen des »Perversen« belegt und als solches geächtet."(312)

[Normale seksualiteit is dus gericht op de voortplanting, aldus Freud opnieuw. De rest is alleen maar gericht op lust en dus pervers. Tjonge, wat een gefrustreerde man: gewoon genieten van je lijf en/of dat van een ander is er voor hem niet bij.]

"... es gibt Menschen, bei denen sich die Lustgewinnung am eigenen Genitale, ohne Beihilfe eines anderen Genitales oder Objekts, ohne Unterbrechung von der Säuglingsonanie bis zur Notonanie der Pubertätsjahre fortsetzt und dann unbestimmt lange darüber hinaus anhält. Mit dem Thema der Onanie würden wir übrigens nicht so bald fertig werden; es ist ein Stoff für vielseitige Betrachtung."(312)

Volgt weer het verhaal over jongetjes en hun castratiecomplex en meisjes en hun 'penisnijd', alsmede het verhaal over de jaloezie bij nieuwe broertjes of zusjes.

"Von dem kleinen Mädchen wissen wir, daß es sich wegen des Mangels eines großen sichtbaren Penis für schwer benachteiligt hält, dem Knaben diesen Besitz neidet und wesentlich aus diesem Motiv den Wunsch entwickelt, ein Mann zu sein, welcher Wunsch späterhin in der Neurose, die wegen Mißgeschicks in ihrer weiblichen Rolle auftritt, wieder aufgenommen wird. Die Clitoris des Mädchens spielt übrigens im Kindesalter durchaus die Rolle des Penis, sie ist der Träger einer besonderen Erregbarkeit, die Stelle, an welcher die autoerotische Befriedigung erzielt wird. Es kommt für die Weibwerdung des kleinen Mädchens viel darauf an, daß die Clitoris diese Empfindlichkeit rechtzeitig und vollständig an den Scheideneingang abgebe. In den Fällen von sogenannter sexueller Anästhesie der Frauen hat die Clitoris die Empfindlichkeit hartnäckig festgehalten."(313)

[Wat een onzinnige theorie. En weer vanuit het vooringenomen standpunt dat seks = coïtus = voortplanting. En heel het verhaal over 'waar de kindertjes vandaan komen' op 314 illustreert alleen maar een wereld zonder enige openheid over seksualiteit. En nergens zegt Freud dat dat slecht is: hij constateert hoe het is en vindt dat blijkbaar normaal als je naar zijn stiekeme normatieve vooroordelen kijkt - hoe het is = hoe het hoort te zijn. Kenmerkend voor een slechte vorm van kennisverwerving of wetenschap bedrijven.]

(316) 21. Libidoentwicklung und Sexualorganisationen

[Inmiddels begint hij een lezing zelfs met 'Meine Herren'. Zouden er geen vrouwen meer komen omdat het over seksualiteit gaat?]

Aanvullingen op de vorige lezing. Bespreking van mogelijke bezwaren tegen zijn pleidooi. Perverse trekjes in het normale seksuele contact.

"Es hat gar keinen Sinn, Personen mit einzelnen solchen Zügen aus der Reihe der Normalen auszuscheiden und zu den Perversen zu stellen, vielmehr erkennt man immer deutlicher, daß das Wesentliche der Perversionen nicht in der Überschreitung des Sexualzieles, nicht in der Ersetzung der Genitalien, ja nicht einmal immer in der Variation des Objektes besteht, sondern allein in der Ausschließlichkeit, mit welcher sich diese Abweichungen vollziehen und durch welche der der Fortpflanzung dienende Sexualakt beiseite geschoben wird. Sowie sich die perversen Handlungen als vorbereitende oder als verstärkende Beiträge in die Herbeiführung des normalen Sexualaktes einfügen, sind sie eigentlich keine Perversionen mehr. Es ergibt sich ungezwungen, daß die normale Sexualität aus etwas hervorgeht, was vor ihr bestanden hat, indem sie einzelne Züge dieses Materials als unbrauchbar ausscheidet und die anderen zusammenfaßt, um sie einem neuen, dem Fortpflanzungsziel, unterzuordnen."(318)

[Opnieuw een bevestiging van Freuds opvatting dat 'normale seksualiteit' gericht is op de voortplanting en dat alles pervers is wat dat doel niet nastreeft en alleen maar gericht is op lustbeleving. Perversie is in zijn optiek feitelijk normaal - het komt vaak voor etc. - maar niet normatief normaal - het hoort niet te bestaan. Het 'primaat van het genitale' is een andere norm die steeds opduikt.]

"Etwa vom sechsten bis achten Lebensjahr an macht sich ein Stillstand und Rückgang in der Sexualentwicklung bemerkbar, der in den kulturell günstigsten Fällen den Namen einer Latenzzeit verdient. Die Latenzzeit kann auch entfallen, sie braucht keine Unterbrechung der Sexualbetätigung und der Sexualinteressen auf der ganzen Linie mit sich zu bringen."(321)

[Wat wil hij nu beweren? Wat zijn de 'cultureel gunstigste gevallen'? Die van de westerse cultuur?]

"Halten Sie für jetzt an dem Eindruck fest, daß das Sexualleben – wie wir sagen: die Libidofunktion – nicht als etwas Fertiges auftritt, auch nicht in seiner eigenen Ähnlichkeit weiterwächst, sondern eine Reihe von aufeinanderfolgenden Phasen durchmacht, die einander nicht gleichsehen, daß es also eine mehrmals wiederholte Entwicklung ist wie von der Raupe zum Schmetterling. Wendepunkt der Entwicklung ist die Unterordnung aller sexuellen Partialtriebe unter den Primat der Genitalien und damit die Unterwerfung der Sexualität unter die Fortpflanzungsfunktion."(323)

[En opnieuw.]

"Die weitere Entwicklung hat, um es aufs knappste auszudrücken, zwei Ziele: erstens den Autoerotismus zu verlassen, das Objekt am eigenen Körper wiederum gegen ein fremdes Objekt zu vertauschen, und zweitens: die verschiedenen Objekte der einzelnen Triebe zu unifizieren, durch ein einziges Objekt zu ersetzen. Das kann natürlich nur gelingen, wenn dies eine Objekt wiederum ein ganzer, dem eigenen ähnlicher Körper ist. Es kann sich auch nicht vollziehen, ohne daß eine Anzahl der autoerotischen Triebregungen als unbrauchbar zurückgelassen wird."(324)

[Ook weer normatief: autoerotiek horen we achter ons te laten, we horen ons op een ander te gaan richten.]

"Heben wir für unsere Absicht hervor, daß, wenn der Prozeß in den Kinderjahren vor der Latenzzeit einen gewissen Abschluß erreicht hat, das gefundene Objekt sich als fast identisch erweist mit dem ersten, durch Anlehnung gewonnenen Objekt des oralen Lusttriebes. Es ist, wenn auch nicht die Mutterbrust, so doch die Mutter. Wir nennen die Mutter das erste Liebesobjekt. Von Liebe sprechen wir nämlich, wenn wir die seelische Seite der Sexualstrebungen in den Vordergrund rücken und die zugrundeliegenden körperlichen oder »sinnlichen« Triebanforderungen zurückdrängen oder für einen Moment vergessen wollen. Um die Zeit, da die Mutter Liebesobjekt wird, hat auch bereits beim Kinde die psychische Arbeit der Verdrängung begonnen, welche seinem Wissen die Kenntnis eines Teiles seiner Sexualziele entzieht. An diese Wahl der Mutter zum Liebesobjekt knüpft nun all das an, was unter dem Namen des »Ödipuskomplexes« in der psychoanalytischen Aufklärung der Neurosen zu so großer Bedeutung gekommen ist und einen vielleicht nicht geringeren Anteil an dem Widerstand gegen die Psychoanalyse gewonnen hat."(324)

"Auch wenn der Mensch seine bösen Regungen ins Unbewußte verdrängt hat und sich dann sagen möchte, daß er für sie nicht verantwortlich ist, wird er doch gezwungen, diese Verantwortlichkeit als ein Schuldgefühl von ihm unbekannter Begründung zu verspüren."(326)

[Maar dat geldt dan toch zowel voor jongens als voor meisjes? Maar meteen met het aanhalen van het stuk van Sophocles wordt het weer 'de vader vermoorden, de moeder tot vrouw nemen'. Het is overigens een stuk waarin de goden / het noodlot er voor zorgen dat dat gebeurt. Dat Oedipus zich daarna schuldig voelt zonder dat hij ook maar enige verantwoordelijkheid draagt - hij wist immers niet dat hij zijn vader vermoordde en met zijn moeder naar bed ging - is typisch voor een religieuze levensbeschouwing. En dat neemt Freud als voorbeeld? Hij vervangt in feite de goden en het noodlot door het onbewuste en dat onbewuste maakt het schuldgevoel. Wat een onzin toch.]

"Was läßt also die direkte Beobachtung des Kindes zur Zeit der Objektwahl vor der Latenzzeit vom Ödipuskomplex erkennen? Nun, man sieht leicht, daß der kleine Mann die Mutter für sich allein haben will, die Anwesenheit des Vaters als störend empfindet, unwillig wird, wenn dieser sich Zärtlichkeiten gegen die Mutter erlaubt, seine Zufriedenheit äußert, wenn der Vater verreist oder abwesend ist."(327)

[Directe observatie van kinderen ... iets wat hij zelf nooit gedaan heeft, zelfs maar heel beperkt aan zijn eigen kinderen.]

"Ich habe, wie Sie merken, nur das Verhältnis des Knaben zu Vater und Mutter geschildert. Für das kleine Mädchen gestaltet es sich mit den notwendigen Abänderungen ganz ähnlich. Die zärtliche Anhänglichkeit an den Vater, das Bedürfnis, die Mutter als überflüssig zu beseitigen und ihre Stelle einzunehmen, eine bereits mit den Mitteln der späteren Weiblichkeit arbeitende Koketterie ergeben gerade beim kleinen Mädchen ein reizvolles Bild, welches uns an den Ernst und die möglichen schweren Folgen hinter dieser infantilen Situation vergessen läßt. Versäumen wir nicht hinzuzufügen, daß häufig die Eltern selbst einen entscheidenden Einfluß auf die Erweckung der Ödipuseinstellung des Kindes üben, indem sie selbst der geschlechtlichen Anziehung folgen, und wo mehrere Kinder sind, in der deutlichsten Weise der Vater das Töchterchen und die Mutter den Sohn in ihrer Zärtlichkeit bevorzugen."(328)

[Nou, hij is in ieder geval niet vergeten dat er ook meisjes zijn ...]

Opnieuw het verhaal over de concurrentie van en jaloezie op later geboren kinderen.

"Die erste Objektwahl der Menschen ist regelmäßig eine inzestuöse, beim Manne auf Mutter und Schwester gerichtete, und es bedarf der schärfsten Verbote, um diese fortwirkende infantile Neigung von der Wirklichkeit abzuhalten."(329)

[O, toch weer de meisjes vergeten.]

(333) 22. Gesichtspunkte der Entwicklung und Regression. Ätiologie

"Wir haben gehört, daß die Libidofunktion eine weitläufige Entwicklung durchmacht, bis sie in der normal genannten Weise [mijn nadruk] in den Dienst der Fortpflanzung treten kann. Ich möchte Ihnen nun vorführen, welche Bedeutung diese Tatsache für die Verursachung der Neurosen hat."(333)

[Tamelijk hypocriet. Zo van 'het wordt normaal genoemd door anderen, dat is niet per se mijn mening, ik ben wetenschapper, ik doe niet aan normatieve oordelen, ik stel slechts vast'. Maar dat soort formuleringen dekken alleen maar toe dat Freud er allerlei waardeoordelen over seksualiteit op na houdt, zoals al zo vaak is gebleken. Hij vindt dat juist zelf ook normaal, dat seksualiteit in dienst staat van de voortplanting.]

De ontwikkeling naar een volgende fase kan door factoren geremd worden ('Hemmung') - iets blijft in een fase hangen ('Fixierung'). Of iets kan door factoren terugzakken naar een eerdere fase ('Regression').

"Wir wollen es darum direkt aussprechen, daß wir es für jede einzelne Sexualstrebung für möglich halten, daß einzelne Anteile von ihr auf früheren Stufen der Entwicklung zurückgeblieben sind, wenngleich andere Anteile das Endziel erreicht haben mögen. Sie erkennen dabei, daß wir uns jede solche Strebung als eine seit Lebensbeginn kontinuierliche Strömung vorstellen, die wir gewissermaßen künstlich in gesondert aufeinanderfolgende Schübe zerlegen. Ihr Eindruck, daß diese Vorstellungen einer weiteren Klärung bedürftig sind, hat recht, aber der Versuch würde uns zu weit abführen. Lassen Sie uns noch feststellen, daß ein solches Verbleiben einer Partialstrebung auf einer früheren Stufe eine Fixierung (des Triebes nämlich) heißen soll."(334)

"Zu einer solchen Regression wird sich die Strebung veranlaßt finden, wenn die Ausübung ihrer Funktion, also die Erreichung ihres Befriedigungszieles, in der späteren oder höher entwickelten Form auf starke äußere Hindernisse stößt. Es liegt uns nahe anzunehmen, daß Fixierung und Regression nicht unabhängig voneinander sind. Je stärker die Fixierungen auf dem Entwicklungsweg, desto eher wird die Funktion den äußeren Schwierigkeiten durch Regression bis zu jenen Fixierungen ausweichen, desto widerstandsunfähiger erweist sich also die ausgebildete Funktion gegen äußere Hindernisse ihres Ablaufes."(334-335)

"Besonders die Rückkehr zu den ersten inzestuösen Objekten der Libido ist ein Zug, der sich bei den Neurotikern mit geradezu ermüdender Regelmäßigkeit findet."(335)

"Ich glaube aber, daß ich Sie jetzt vor allem mahnen muß, Regression und Verdrängung nicht zu verwechseln, und Ihnen dazu verhelfen muß, sich die Beziehungen zwischen den beiden Prozessen zu klären. (...) Dem Begriff der Verdrängung haftet also keine Beziehung zur Sexualität an; bitte, bemerken Sie das wohl."(335-336)

"Was wir aber bisher Regression genannt und zur Fixierung in Beziehung gebracht haben, damit meinten wir ausschließlich die Rückkehr der Libido zu früheren Stationen ihrer Entwicklung, also etwas, was von der Verdrängung im Wesen ganz verschieden und von ihr ganz unabhängig ist. Wir können die Libidoregression auch nicht einen rein psychischen Vorgang heißen und wissen nicht, welche Lokalisation im seelischen Apparat wir ihr anweisen sollen. Wenn sie auch den stärksten Einfluß auf das seelische Leben ausübt, so ist doch der organische Faktor an ihr der hervorragendste."(336)

[Dat laatste is merkwaardig. Zo gauw het over seksualiteit gaat heeft Freud het snel over biologie en zo, de somatische kant van het libido. Maar waarom zouden fixatie en regressie ook geen puur psychisch-dynamische fenomenen zijn zoals de verdringing?]

"Regression der Libido ohne Verdrängung würde nie eine Neurose ergeben, sondern in eine Perversion auslaufen."(337)

"Ich habe Ihnen hierüber erst eine einzige Mitteilung gemacht, nämlich daß die Menschen neurotisch erkranken, wenn ihnen die Möglichkeit benommen ist, ihre Libido zu befriedigen, also an der »Versagung«, wie ich mich ausdrückte, und daß ihre Symptome eben der Ersatz für die versagte Befriedigung sind. Natürlich sollte das nicht heißen, daß jede Versagung der libidinösen Befriedigung jeden, den sie trifft, neurotisch macht, sondern bloß, daß in allen untersuchten Fällen von Neurose das Moment der Versagung nachweisbar war. Der Satz ist also nicht umkehrbar."(338)

"Es gibt im allgemeinen sehr viele Wege, die Entbehrung der libidinösen Befriedigung zu vertragen, ohne an ihr zu erkranken."(338)

"Unter diesen gegen die Erkrankung durch Entbehrung schützenden Prozessen hat einer eine besondere kulturelle Bedeutung gewonnen. Er besteht darin, daß die Sexualbestrebung ihr auf Partiallust oder Fortpflanzungslust gerichtetes Ziel aufgibt und ein anderes annimmt, welches genetisch mit dem aufgegebenen zusammenhängt, aber selbst nicht mehr sexuell, sondern sozial genannt werden muß. Wir heißen den Prozeß »Sublimierung«, wobei wir uns der allgemeinen Schätzung fügen, welche soziale Ziele höher stellt als die im Grunde selbstsüchtigen sexuellen. Die Sublimierung ist übrigens nur ein Spezialfall der Anlehnung von Sexualstrebungen an andere nicht sexuelle. Wir werden in anderem Zusammenhange nochmals von ihr reden müssen."(339)

"Die Plastizität oder freie Beweglichkeit der Libido ist keineswegs bei allen voll erhalten, und die Sublimierung kann immer nur einen gewissen Bruchteil der Libido erledigen, abgesehen davon, daß die Fähigkeit zu sublimieren vielen Menschen nur in geringem Ausmaße zugeteilt ist."(339)

"In schematischer Verkürzung können Sie es aussprechen, daß die Libidofixierung den disponierenden, internen, die Versagung den akzidentellen, externen Faktor der Neurosenätiologie repräsentiert."(339-340)

[De belemmeringen die in Freuds tijd opgeroepen werden ten aanzien van seksualiteit en de bevrediging van lichamelijke verlangens leiden dus tot neurotische persoonlijkheden. Lees: de 'normale seksualiteit'. Want Freud vindt immers andere vormen van seksualiteit pervers en veroordeelt ze - bijvoorbeeld masturberen - om die reden. Hij heeft niet door dat zijn normatieve oordeel op dat punt een van die belemmeringen is en dat hij op die manier zelf bijdraagt aan een samenleving waarin opvallend veel neurotische persoonlijkheden rondlopen. Wat in zijn eigen belang is, want op die manier kan hij geld blijven verdienen aan mensen met neuroses.
Verder doet hij ook aan 'victim-blaming': heel veel mensen blijven 'normaal' bij die onderdrukte seksualiteit, zijn in staat tot een sociaal heel gunstige sublimatie van hun libido, dus er is iets in die neurotische persoonlijkheden dat die mensen predisponeert voor die neurose bij een onderdrukte seksualiteit. Toch biologische degeneratieve kenmerken, mijnheer Freud? O nee, libidofixering ... waardoor mensen met neuroses er niet in slagen in hun verlangens te sublimeren. En hoe verhoudt dat zich dan weer met biologische factoren? Bij sommigen is dat de belangrijkste factor, bij anderen zijn het vooral de externe invloeden die tot 'ziekte' of tot 'perversie' leiden (libidofixering hoeft niet tot neurose te leiden, kan ook tot een perversie leiden - maar is een perversie dan niet een ziekte? als je Freud leest lijkt het daar anders wel op), maar het is iets van samenhang en wisselwerking, aldus Freud.
Ik vraag me eigenlijk af wie hier normaal is, de mensen die er in slagen hun seksuele verlangens te negeren en te sublimeren, of de mensen die er niet in slagen om dat te doen en daar neurotisch door worden. Wat noem je een neurose, wanneer is een neurose eigenlijk een probleem? Of is het alleen maar een probleem in een samenleving waarin mensen geacht worden al hun verlangens te sublimeren?]

"Es müssen also wohl besondere Bedingungen erfüllt sein, wenn ein solcher Konflikt pathogen werden soll. Wir dürfen fragen, welches diese Bedingungen sind, zwischen welchen seelischen Mächten sich diese pathogenen Konflikte abspielen, welche Beziehung der Konflikt zu den anderen verursachenden Momenten hat."(342)

"Die abgewiesenen libidinösen Strebungen bringen es zustande, sich auf gewissen Umwegen doch durchzusetzen, allerdings nicht ohne dem Einspruch durch gewisse Entstellungen und Milderungen Rechnung zu tragen. Die Umwege sind die Wege der Symptombildung, die Symptome sind die neue oder Ersatzbefriedigung, die durch die Tatsache der Versagung notwendig geworden ist.
Man kann der Bedeutung des psychischen Konflikts auch durch eine andere Ausdrucksweise gerecht werden, indem man sagt: zur äußeren Versagung muß, damit sie pathogen wirke, noch die innere Versagung hinzutreten."(343)

"Der pathogene Konflikt ist also ein solcher zwischen den Ichtrieben und den Sexualtrieben. Es hat in einer ganzen Reihe von Fällen den Anschein, als ob es auch ein Konflikt zwischen verschiedenen, rein sexuellen Strebungen sein könnte; aber das ist im Grunde dasselbe, denn von den beiden im Konflikt befindlichen Sexualstrebungen ist immer die eine sozusagen ichgerecht, während die andere die Abwehr des Ichs herausfordert. Es bleibt also beim Konflikt zwischen Ich und Sexualität."(343)

"Gerade die Sonderung von Ich und Sexualität hat uns mit besonderer Klarheit erkennen lassen, daß auch die Ichtriebe eine bedeutsame Entwicklung durchmachen, eine Entwicklung, die weder ganz unabhängig von der Libido, noch ohne Gegenwirkung auf diese ist."(344)

"Ein für uns wichtiger Gesichtspunkt ist es nun, wie sich das Ich verhält, wenn seine Libido an einer Stelle ihrer Entwicklung eine starke Fixierung hinterläßt. Es kann dieselbe zulassen und wird dann in dem entsprechenden Maß pervers oder, was dasselbe ist, infantil. Es kann sich aber auch ablehnend gegen diese Festsetzung der Libido verhalten, und dann hat das Ich dort eine Verdrängung, wo die Libido eine Fixierung erfahren hat.
Auf diesem Wege gelangen wir zur Kenntnis, daß der dritte Faktor der Neurosenätiologie, die Konfliktneigung, von der Entwicklung des Ichs ebensosehr abhängt wie von der der Libido."(345)

Volgt een verhaal over twee meisjes, de een van de huisopzichter in de benedenwoning, de andere van de huiseigenaar in de bovenwoning.

"Um Ihnen den Einfluß der Ichentwicklung auf die Konfliktbildung und somit auf die Verursachung der Neurosen zu demonstrieren, möchte ich Ihnen ein Beispiel vorführen, das zwar durchaus erfunden ist, aber sich in keinem Punkte von der Wahrscheinlichkeit entfernt. Ich will es in Anlehnung an den Titel einer Nestroyschen Posse mit der Charakteristik »Zu ebener Erde und im ersten Stock« versehen. Zu ebener Erde wohnt der Hausbesorger, im ersten Stock der Hausherr, ein reicher und vornehmer Mann. Beide haben Kinder, und wir wollen annehmen, daß es dem Töchterchen des Hausherrn gestattet ist, unbeaufsichtigt mit dem Proletarierkind zu spielen. Dann kann es sehr leicht geschehen, daß die Spiele der Kinder einen ungezogenen, das heißt sexuellen Charakter annehmen, daß sie »Vater und Mutter« spielen, einander bei den intimen Verrichtungen beschauen und an den Genitalien reizen. Das Hausmeistermädchen, das trotz seiner fünf oder sechs Jahre manches von der Sexualität der Erwachsenen beobachten konnte, mag dabei die Rolle der Verführerin übernehmen. Diese Erlebnisse reichen hin, auch wenn sie sich nicht über lange Zeit fortsetzen, um bei beiden Kindern gewisse sexuelle Regungen zu aktivieren, die sich nach dem Aufhören der gemeinsamen Spiele einige Jahre hindurch als Masturbation äußern. Soweit die Gemeinsamkeit; der endliche Erfolg wird bei beiden Kindern sehr verschieden sein. Die Tochter des Hausbesorgers wird die Masturbation etwa bis zum Auftreten der Periode fortsetzen, sie dann ohne Schwierigkeit aufgeben, wenige Jahre später einen Geliebten nehmen, vielleicht auch ein Kind bekommen, diesen oder jenen Lebensweg einschlagen, der sie vielleicht zur populären Künstlerin führt, die als Aristokratin endigt. Wahrscheinlich wird ihr Schicksal minder glänzend ausfallen, aber jedenfalls wird sie ungeschädigt durch die vorzeitige Betätigung ihrer Sexualität, frei von Neurose, ihr Leben erfüllen. Anders das Töchterchen des Hausherrn. Dies wird frühzeitig und noch als Kind die Ahnung bekommen, daß es etwas Unrechtes getan habe, wird nach kürzerer Zeit, aber vielleicht erst nach hartem Kampf, auf die masturbatorische Befriedigung verzichten und trotzdem etwas Gedrücktes in seinem Wesen behalten. Wenn sie in den Jungmädchenjahren in die Lage kommt, etwas vom menschlichen Sexualverkehr zu erfahren, wird sie sich mit unerklärtem Abscheu davon abwenden und unwissend bleiben wollen. Wahrscheinlich unterliegt sie jetzt auch einem von neuem auftretenden unbezwingbaren Drang zur Masturbation, über den sich zu beklagen sie nicht wagt. In den Jahren, da sie einem Manne als Weib gefallen soll, wird die Neurose bei ihr losbrechen, die sie um Ehe und Lebenshoffnung betrügt. Gelingt es nun durch Analyse Einsicht in diese Neurose zu gewinnen, so zeigt sich, daß dies wohlerzogene, intelligente und hochstrebende Mädchen seine Sexualregungen vollkommen verdrängt hat, daß diese aber, ihr unbewußt, an den armseligen Erlebnissen mit ihrer Kinderfreundin haften.
Die Verschiedenheit der beiden Schicksale trotz gleichen Erlebens rührt daher, daß das Ich der einen eine Entwicklung erfahren hat, welche bei der anderen nicht eingetreten ist. Der Tochter des Hausbesorgers ist die Sexualbetätigung später ebenso natürlich und unbedenklich erschienen wie in der Kindheit. Die Tochter des Hausherrn hat die Einwirkung der Erziehung erfahren und deren Ansprüche angenommen. Ihr Ich hat aus den ihm dargebotenen Anregungen Ideale von weiblicher Reinheit und Unbedürftigkeit gebildet, mit denen sich die sexuelle Betätigung nicht verträgt; ihre intellektuelle Ausbildung hat ihr Interesse für die weibliche Rolle, zu der sie bestimmt ist, erniedrigt. Durch diese höhere moralische und intellektuelle Entwicklung ihres Ichs ist sie in den Konflikt mit den Ansprüchen ihrer Sexualität geraten."(345-346)

[Zo merkwaardig dat Freud dat weer 'neutraal' als 'feiten' presenteert zonder enig normatief oordeel te vellen. Althans, dat pretendeert hij. Maar kijk naar die laatste formuleringen: bij dat tweede meisje is er sprake van een 'hogere morele en intellectuele ontwikkeling' dan bij het eerste. Is dat nog feitelijk? Freud heeft al eerder dit soort waardeoordelen gegeven over het gewone volk en de beschaafde bovenlaag. Het is uit het verhaal duidelijk dat er
>>een opvoeding is die dichter bij het leven staat en natuurlijk omgaat met seksuele nieuwsgierigheid en verlangens waardoor er geen problemen ontstaan
>>en een opvoeding die leidt tot zogenaamd beschaafd gedrag dat onnatuurlijk is omdat het geen plaats wil geven aan seksuele nieuwsgierigheid en verlangens waardoor ze verdrongen moeten worden, wat vaak voor problemen zorgt.
Welke opvoeding is beter als het gaat om het vermijden van perversies en neurosen? De eerste natuurlijk. Elke rechtgeaarde therapeut die het beste met zijn patiënten voorheeft zou dat hardop zeggen.
Freud niet. Steeds blijkt in zijn levensverhaal dat hij zijn patiënten niet wil opvoeden, zich niet wil bezig houden met hun context en zich alleen maar richt op hun innerlijke conflict, om het begrijpelijk te maken, niet om het op te heffen. Het is een van de belangrijkste oorzaken van zijn meningsverschillen met Adler en anderen en in de psychoanalyse tussen de dogmatische Freudiaanse psychoanalytici en mensen van bijvoorbeeld de humanistische richting als Fromm. 'Wij zijn een wetenschap, wij moraliseren niet!' Yeah, right. Wat heeft wie dan ook aan een beschrijving van feiten wanneer er geen normatieve conclusies uit getrokken worden?]

"Der Libidoentwicklung, möchte ich meinen, sieht man diese phylogenetische Herkunft ohne weiteres an."(347)

"Nur wird der phylogenetische Gesichtspunkt beim Menschen zum Teil durch den Umstand verschleiert, daß das, was im Grunde vererbt ist, doch in der individuellen Entwicklung neu erworben wird, wahrscheinlich darum, weil dieselben Verhältnisse noch fortbestehen und auf jeden einzelnen wirken, die seinerzeit zur Erwerbung genötigt haben. Ich möchte sagen, sie haben seinerzeit schaffend gewirkt, sie wirken jetzt hervorrufend.(...) Die Macht aber, welche der Menschheit eine solche Entwicklung aufgenötigt hat und ihren Druck nach der gleichen Richtung heute ebenso aufrechthält, kennen wir; es ist wiederum die Versagung der Realität, oder wenn wir ihr ihren richtigen großen Namen geben, die Not des Lebens: die Αναγκη. Sie ist eine strenge Erzieherin gewesen und hat viel aus uns gemacht. Die Neurotiker gehören zu den Kindern, bei welchen diese Strenge üble Erfolge gebracht hat, aber das ist bei jeder Erziehung zu riskieren. – Diese Würdigung der Lebensnot als des Motors der Entwicklung braucht uns übrigens nicht gegen die Bedeutung von »inneren Entwicklungstendenzen« einzunehmen, wenn sich solche beweisen lassen."(347)

[De levensnood maakt dat 'Versagung' noodzakelijk is? Ook weer zo'n stiekem waardeoordeel: het kan allemaal niet anders, zo is het leven, onderdrukking van verlangens en lust zijn onvermijdelijk om de cultuur in stand te houden etc. etc. En daarbij vallen altijd slachtoffers: de neurotische mensen. Die kunnen zich blijkbaar niet aanpassen. Ik heb Freud nog maar zelden kunnen betrappen op een opmerking waarin hij aanduidt dat de werkelijkheid veranderd zou moeten worden. Nee, het gaat er om "sich der Not zu fügen und ihre [Selbsterhaltungstriebe] Entwicklungen nach den Weisungen der Realität einzurichten"(348). Je moet je voegen naar de richtlijnen van de werkelijkheid.]

"Wir stellen uns die Frage, ob an der Arbeit unseres seelischen Apparates eine Hauptabsicht zu erkennen sei, und beantworten sie in erster Annäherung, daß diese Absicht auf Lustgewinnung gerichtet ist. Es scheint, daß unsere gesamte Seelentätigkeit darauf gerichtet ist, Lust zu erwerben und Unlust zu vermeiden, daß sie automatisch durch das Lustprinzip reguliert wird.(...) Aber unter dem Einfluß der Lehrmeisterin Not lernen die Ichtriebe bald, das Lustprinzip durch eine Modifikation zu ersetzen. Die Aufgabe, Unlust zu verhüten, stellt sich für sie fast gleichwertig neben die des Lustgewinns; das Ich erfährt, daß es unvermeidlich ist, auf unmittelbare Befriedigung zu verzichten, den Lustgewinn aufzuschieben, ein Stück Unlust zu ertragen und bestimmte Lustquellen überhaupt aufzugeben. Das so erzogene Ich ist »verständig« geworden, es läßt sich nicht mehr vom Lustprinzip beherrschen, sondern folgt dem Realitätsprinzip, das im Grunde auch Lust erzielen will, aber durch die Rücksicht auf die Realität gesicherte, wenn auch aufgeschobene und verringerte Lust.
Der Übergang vom Lust- zum Realitätsprinzip ist einer der wichtigsten Fortschritte in der Entwicklung des Ichs."(348-349)

[Een beetje minder ego zou wel eens beter kunnen zijn. Waarom zo graag die overgang naar het realiteitsprincipe willen, als in het voorbeeld van de twee meisjes van daarstraks gebleken is dat dat juist tot neuroses en perversies lan leiden? Dat eerste meisje is duidelijk beter in balans dan het tweede, simpelweg omdat ze lustgevoelens accepteert en er mee kan leven. Het lustprincipe blijkt in dat voorbeeld ook helemaal niet door levensnood vervangen te hoeven worden door het realiteitsprincipe. Kortom: ook hier is Freud stiekem bezig met het vellen van wardeoordelen onder het mom van een 'neutrale' beschrijving van de 'feiten'.]

(350) 23. Die Wege der Symptombildung

"Die Symptome – wir handeln hier natürlich von psychischen (oder psychogenen) Symptomen und psychischem Kranksein – sind für das Gesamtleben schädliche oder wenigstens nutzlose Akte, häufig von der Person als widerwillig beklagt und mit Unlust oder Leiden für sie verbunden. Ihr Hauptschaden liegt in dem seelischen Aufwand, den sie selbst kosten, und in dem weiteren, der durch ihre Bekämpfung notwendig wird. Diese beiden Kosten können bei ausgiebiger Symptombildung eine außerordentliche Verarmung der Person an verfügbarer seelischer Energie und somit eine Lähmung derselben für alle wichtigen Lebensaufgaben zur Folge haben. Da es für diesen Erfolg hauptsächlich auf die Quantität der so in Anspruch genommenen Energie ankommt, so erkennen Sie leicht, daß »Kranksein« ein im Wesen praktischer Begriff ist. Stellen Sie sich aber auf einen theoretischen Standpunkt und sehen von diesen Quantitäten ab, so können Sie leicht sagen, daß wir alle krank, d.i. neurotisch sind, denn die Bedingungen für die Symptombildung sind auch bei den Normalen nachzuweisen."(350)

"Nun scheidet sich der Weg zur Perversion scharf von dem der Neurose. Erwecken diese Regressionen nicht den Widerspruch des Ichs, so kommt es auch nicht zur Neurose, und die Libido gelangt zu irgendeiner realen, wenn auch nicht mehr normalen Befriedigung."(351)

"Die hereditäre Sexualkonstitution bietet uns eine große Mannigfaltigkeit von Anlagen, je nachdem dieser oder jener Partialtrieb für sich allein oder im Verein mit anderen in besonderer Stärke angelegt ist."(353)

[Maar Freud ziet dat toch nooit als het alles overheersende: het is de wisselwerking met infantiele ervaringen die het soort libidofixeringen bepaalt.]

Er bestaan - zo weet Freud in deze tijd via anderen - kinderneurosen. De neurosen van volwassenen grijpen daar als het ware naar terug.

"Sie wissen, durch die Analyse von den Symptomen aus kommen wir zur Kenntnis der infantilen Erlebnisse, an welche die Libido fixiert ist und aus denen die Symptome gemacht werden. Nun, die Überraschung liegt darin, daß diese Infantilszenen nicht immer wahr sind. Ja, sie sind in der Mehrzahl der Fälle nicht wahr und in einzelnen Fällen im direkten Gegensatz zur historischen Wahrheit. (...) Aber es ist weder so noch so, sondern der Sachverhalt ist nachweisbar der, daß die in der Analyse konstruierten oder erinnerten Kindererlebnisse einmal unstreitig falsch sind, das andere Mal aber ebenso sicher richtig und in den meisten Fällen aus Wahrem und Falschem gemengt. Die Symptome sind also dann bald die Darstellung von Erlebnissen, die wirklich stattgefunden haben und denen man einen Einfluß auf die Fixierung der Libido zuschreiben darf, und bald die Darstellung von Phantasien des Kranken, die sich zu einer ätiologischen Rolle natürlich gar nicht eignen."(358)

[Freud is sinds zijn verleidingstheorie en het opgeven ervan gelukkig niet meer zo naïef om te menen dat elke herinnering verwijst naar iets wat werkelijk gebeurd is. Daar hadden veel hedendaagse 'bestrijders' van kindermisbruik bij stil moeten staan, dan hadden we de heksenjacht kunnen vermijden die er een tijdlang was.]

"... es bleibt eine Tatsache, daß der Kranke sich solche Phantasien geschaffen hat, und diese Tatsache hat kaum geringere Bedeutung für seine Neurose, als wenn er den Inhalt dieser Phantasien wirklich erlebt hätte. Diese Phantasien besitzen psychische Realität im Gegensatz zur materiellen, und wir lernen allmählich verstehen, daß in der Welt der Neurosen die psychische Realität die maßgebende ist."(359)

"Besonderes Interesse hat die Phantasie der Verführung, weil sie nur zu oft keine Phantasie, sondern reale Erinnerung ist. Aber zum Glück ist sie doch nicht so häufig real, wie es nach den Ergebnissen der Analyse zuerst den Anschein hatte. Die Verführung durch ältere oder gleichaltrige Kinder ist immer noch häufiger als die durch Erwachsene, und wenn bei den Mädchen, welche diese Begebenheit in ihrer Kindergeschichte vorbringen, ziemlich regelmäßig der Vater als Verführer auftritt, so leidet weder die phantastische Natur dieser Beschuldigung noch das zu ihr drängende Motiv einen Zweifel. Mit der Verführungsphantasie, wo keine Verführung stattgehabt hat, deckt das Kind in der Regel die autoerotische Periode seiner Sexualbetätigung. Es erspart sich die Beschämung über die Masturbation, indem es ein begehrtes Objekt in diese frühesten Zeiten zurückphantasiert. Glauben Sie übrigens nicht, daß sexueller Mißbrauch des Kindes durch die nächsten männlichen Verwandten durchaus dem Reiche der Phantasie angehört. Die meisten Analytiker werden Fälle behandelt haben, in denen solche Beziehungen real waren und einwandfrei festgestellt werden konnten; nur gehörten sie auch dann späteren Kindheitsjahren an und waren in frühere eingetragen worden."(361)

[Hier dus Freuds later verworven ideeën over de verleiding van kinderen door gezinsgenoten, etc. Veel genuanceerder dan voorheen en zeker niet gericht op het ontkennen ervan zoals Masson schrijft: het is lang niet altijd fantasie, en al te vaak een reële herinnering, zegt Freud hier.]

"Die letzterörterten Dinge nötigen uns, auf die Entstehung und Bedeutung jener Geistestätigkeit näher einzugehen, die »Phantasie« genannt wird."(362)

"In der Phantasietätigkeit genießt also der Mensch die Freiheit vom äußeren Zwang weiter, auf die er in Wirklichkeit längst verzichtet hat. Er hat es zustande gebracht, abwechselnd noch Lusttier zu sein und dann wieder ein verständiges Wesen. Er findet mit der kargen Befriedigung, die er der Wirklichkeit abringen kann, eben nicht sein Auskommen."(362-363)

"Die bekanntesten Produktionen der Phantasie sind die sogenannten »Tagträume«, die wir schon kennen, vorgestellte Befriedigungen ehrgeiziger, großsüchtiger, erotischer Wünsche, die um so üppiger gedeihen, je mehr die Wirklichkeit zur Bescheidung oder zur Geduldung mahnt. Das Wesen des Phantasieglücks, die Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Lustgewinnung von der Zustimmung der Realität, zeigt sich in ihnen unverkennbar. Wir wissen, solche Tagträume sind Kern und Vorbilder der nächtlichen Träume."(363)

"Wir wollen daran festhalten, daß die Introversion die Abwendung der Libido von den Möglichkeiten der realen Befriedigung und die Überbesetzung der bisher als harmlos geduldeten Phantasien bezeichnet. Ein Introvertierter ist noch kein Neurotiker, aber er befindet sich in einer labilen Situation; er muß bei der nächsten Kräfteverschiebung Symptome entwickeln, wenn er nicht noch für seine gestaute Libido andere Auswege findet."(364)

De rol van de kunst als terugweg van de fantasie naar de realiteit.

"Er besitzt ferner das rätselhafte Vermögen, ein bestimmtes Material zu formen, bis es zum getreuen Ebenbilde seiner Phantasievorstellung geworden ist, und dann weiß er an diese Darstellung seiner unbewußten Phantasie so viel Lustgewinn zu knüpfen, daß durch sie die Verdrängungen wenigstens zeitweilig überwogen und aufgehoben werden. Kann er das alles leisten, so ermöglicht er es den Anderen, aus den eigenen unzugänglich gewordenen Lustquellen ihres Unbewußten wiederum Trost und Linderung zu schöpfen, gewinnt ihre Dankbarkeit und Bewunderung und hat nun durch seine Phantasie erreicht, was er vorerst nur in seiner Phantasie erreicht hatte: Ehre, Macht und Liebe der Frauen."(366)

(367) 24. Die gemeine Nervosität

"Daß dieses Ich keine verläßliche und unparteiische Instanz ist, liegt auf der Hand. Das Ich ist ja die Macht, welche das Unbewußte verleugnet und es zum Verdrängten herabgesetzt hat, wie sollte man ihm zutrauen, diesem Unbewußten gerecht zu werden? Unter diesem Verdrängten stehen die abgewiesenen Ansprüche der Sexualität in erster Linie; es ist ganz selbstverständlich, daß wir deren Umfang und Bedeutung nie aus den Auffassungen des Ichs erraten können. Von dem Moment an, da uns der Gesichtspunkt der Verdrängung aufdämmert, sind wir auch gewarnt davor, daß wir nicht die eine der beiden streitenden Parteien, überdies noch die siegreiche, zum Richter über den Streit einsetzen. Wir sind vorbereitet darauf, daß uns die Aussagen des Ichs irreführen werden."(369)

"Es gibt Neurosen, bei welchen das Ich weit intensiver beteiligt ist als bei den bisher von uns studierten; wir nennen sie »narzißtische« Neurosen."(370)

"So drängt sich uns bei den traumatischen Neurosen, besonders bei solchen, wie sie durch die Schrecken des Krieges entstehen, unverkennbar ein selbstsüchtiges, nach Schutz und Nutzen strebendes Ichmotiv auf, welches die Krankheit nicht etwa allein schaffen kann, aber seine Zustimmung zu ihr gibt und sie erhält, wenn sie einmal zustande gekommen ist. Dies Motiv will das Ich vor den Gefahren bewahren, deren Drohung der Anlaß der Erkrankung ward, und wird die Genesung nicht eher zulassen, als bis die Wiederholung dieser Gefahren ausgeschlossen scheint, oder erst nachdem eine Entschädigung für die ausgestandene Gefahr erreicht ist."(370)

"Wenn man also sagen konnte, daß der Neurotiker jedesmal vor einem Konflikt die Flucht in die Krankheit nimmt, so muß man zugeben, in manchen Fällen sei diese Flucht vollberechtigt, und der Arzt, der diesen Sachverhalt erkannt hat, wird sich schweigend und schonungsvoll zurückziehen."(371)

"Wo ein solcher äußerer oder akzidenteller Krankheitsgewinn recht erheblich ist und keinen realen Ersatz finden kann, da werden Sie die Möglichkeit einer Beeinflussung der Neurose durch Ihre Therapie nicht groß veranschlagen dürfen."(372)

"Ich erfuhr oft genug, daß ein Mann, der sich mit einer gewissen Art von unvollständiger sexueller Befriedigung begnügte, z.B. mit der manuellen Onanie [mijn nadruk], an einer bestimmten Form von Aktualneurose erkrankt war und daß diese Neurose prompt einer anderen den Platz räumte, wenn er ein anderes, ebensowenig untadeliges sexuelles Regime an die Stelle treten ließ. Ich war dann imstande, aus der Änderung im Zustand des Kranken den Wechsel in seiner sexuellen Lebensweise zu erraten. Ich erlernte es damals auch, hartnäckig bei meinen Vermutungen zu verharren, bis ich die Unaufrichtigkeit der Patienten überwunden und sie zur Bestätigung gezwungen hatte. Es ist wahr, sie zogen es dann vor, zu anderen Ärzten zu gehen, die sich nicht so eifrig nach ihrem Sexualleben erkundigten."(374-375)

[Dus dat vindt hij in 1916-1917 nog steeds. "Befriedigungsersatz" noemt hij het op p.375. Wonderlijk en erg blind.]

"Ich meine, wir können nach diesen Analogien nicht umhin, die Neurosen als Folgen von Störungen in einem Sexualstoffwechsel anzusehen, sei es, daß von diesen Sexualtoxinen mehr produziert wird, als die Person bewältigen kann, sei es, daß innere und selbst psychische Verhältnisse die richtige Verwendung dieser Stoffe beeinträchtigen."(376)

"Im übrigen aber ist uns das Wort »Sexualstoffwechsel« oder »Chemismus der Sexualität« ein Fach ohne Inhalt; wir wissen nichts darüber und können uns nicht einmal entscheiden, ob wir zwei Sexualstoffe annehmen sollen, die dann »männlich« und »weiblich« heißen würden, oder ob wir uns mit einem Sexualtoxin bescheiden könnten, in dem wir den Träger aller Reizwirkungen der Libido zu erblicken haben. Das Lehrgebäude der Psychoanalyse, das wir geschaffen haben, ist in Wirklichkeit ein Überbau, der irgend einmal auf sein organisches Fundament aufgesetzt werden soll; aber wir kennen dieses noch nicht.(377)

[Over de hormonale kant van seksualiteit kon Freud nog niets weten. Er is natuurlijk altijd een fysieke kant aan psychische problemen. Aan al het menselijk gedrag trouwens. Maar hoe belangrijk maak je het? Freud heeft het er van tijd tot tijd over, maarheeft niet de neiging er veel mee te doen. Hij blijft in de psychologische sfeer hangen. Misschien is dat wel terecht.]

"Die Psychoanalyse wird als Wissenschaft nicht durch den Stoff, den sie behandelt, sondern durch die Technik, mit der sie arbeitet, charakterisiert. Man kann sie auf Kulturgeschichte, Religionswissenschaft und Mythologie ebensowohl anwenden wie auf die Neurosenlehre, ohne ihrem Wesen Gewalt anzutun. Sie beabsichtigt und leistet nichts anderes als die Aufdeckung des Unbewußten im Seelenleben."(377)

[Ook hier geen indicatie van wat Freud als wetenschap ziet. Maar toch een grote stelling heir gezien wat hij zelf doet: de psychoanalytische theorie doet er minder toe dan de psychoanalytische techniek om het onbewuste aan de oppervlakte te krijgen. En dat onbewuste is blijkbaar ook te zien aan allerlei culturele uitingen en dus kan de psychoanalyse daar ook op toegepast worden.]

"Ich will Ihnen also berichten, daß wir drei reine Formen der Aktualneurosen unterscheiden: die Neurasthenie, die Angstneurose und die Hypochondrie."(378)

(380) 25. Die Angst

"... man hat sich nie ernsthaft genug gefragt, warum gerade die Nervösen so viel stärkere Angst haben als die anderen."(380)

"Die Realangst erscheint uns nun als etwas sehr Rationelles und Begreifliches. Wir werden von ihr aussagen, sie ist eine Reaktion auf die Wahrnehmung einer äußeren Gefahr, d.h. einer erwarteten, vorhergesehenen Schädigung, sie ist mit dem Fluchtreflex verbunden, und man darf sie als Äußerung des Selbsterhaltungstriebes ansehen."(381)

"Sie sehen ja auch, wenn die Angst übermäßig stark ausfällt, dann erweist sie sich als äußerst unzweckmäßig, sie lähmt dann jede Aktion, auch die der Flucht. Für gewöhnlich besteht die Reaktion auf die Gefahr aus einer Vermengung von Angstaffekt und Abwehraktion. Das geschreckte Tier ängstigt sich und flieht, aber das Zweckmäßige daran ist die »Flucht«, nicht das »sich ängstigen«."(382)

"Wir werden es auch als beziehungsreich erkennen, daß jener erste Angstzustand aus der Trennung von der Mutter hervorging."(383)

"Übergehen wir nun zur neurotischen Angst, welche neue Erscheinungsformen und Verhältnisse zeigt uns die Angst bei den Nervösen? Da ist viel zu beschreiben."(384)

Een algemeen angstgevoel valt als eerste op. Die hangt samen, aldus nog steeds Freud, met bepaalde seksuele praktijken waarbij de prikkeling niet goed kan afvloeien (bij coïtus interruptus en zo). Daarnaast zijn er op specifieke objecten gerichte angsten: de fobieën. De derde vorm is de vrije angstaanval (terwijl er geen aanleiding is in gevaar of zo)

.

"Die Tatsache eines Zusammenhanges zwischen sexueller Zurückhaltung und Angstzuständen wird, soviel ich weiß, auch von Ärzten, die der Psychoanalyse fernestehen, nicht mehr bestritten. Allein ich kann mir wohl denken, daß der Versuch nicht unterlassen wird, die Beziehung umzukehren, indem man die Auffassung vertritt, es handle sich dabei um Personen, die von vornherein zur Ängstlichkeit neigen und darum auch in sexuellen Dingen Zurückhaltung üben. Dagegen spricht aber mit Entschiedenheit das Verhalten der Frauen, deren Sexualbetätigung ja wesentlich passiver Natur ist, d.h. durch die Behandlung von Seiten des Mannes bestimmt wird [mijn nadruk]. Je temperamentvoller, also je geneigter zum Sexualverkehr und befähigter zur Befriedigung eine Frau ist, desto sicherer wird sie auf die Impotenz des Mannes oder auf den Coitus interruptus mit Angsterscheinungen reagieren, während solche Mißhandlung bei anästhetischen oder wenig libidinösen Frauen eine weit geringere Rolle spielt.(388)

[Freud heeft na al die twintig jaren nog steeds dezelfde opvattingen over vrouwen en seksualiteit, etc. etc.]

"Dieselbe Bedeutung für die Entstehung von Angstzuständen hat die jetzt von den Ärzten so warm empfohlene sexuelle Abstinenz natürlich nur dann, wenn die Libido, der die befriedigende Abfuhr versagt wird, entsprechend stark und nicht zum größten Teil durch Sublimierung erledigt ist."(388-389)

"Wir haben uns so überzeugt, welche geradezu zentral zu nennende Stelle das Angstproblem in den Fragen der Neurosenpsychologie einnimmt. Wir haben einen starken Eindruck davon empfangen, wie die Angstentwicklung mit den Schicksalen der Libido und dem System des Unbewußten verknüpft ist. Nur einen Punkt empfanden wir als unverbunden, als eine Lücke in unserer Auffassung, die eine doch schwer bestreitbare Tatsache, daß die Realangst als eine Äußerung der Selbsterhaltungstriebe des Ichs gewertet werden muß."(396-397)

(398) 26. Die Libidotheorie und der Narzissmus

"Zuerst hat uns die Verdrängung gezeigt, daß die beiden in Gegensatz zueinander treten können, daß dann die Sexualtriebe formell unterliegen und genötigt sind, sich auf regressiven Umwegen Befriedigung zu holen, wobei sie dann in ihrer Unbezwingbarkeit eine Entschädigung für ihre Niederlage finden.(...) Endlich glauben wir zu erkennen, daß die Sexualtriebe durch weit engere Bande mit dem Affektzustand der Angst verknüpft sind als die Ichtriebe, ein Resultat, welches nur noch in einem wichtigen Punkte unvollständig erscheint. Wir wollen darum zu seiner Verstärkung noch die bemerkenswerte Tatsache heranziehen, daß die Unbefriedigung von Hunger und Durst, der zwei elementarsten Selbsterhaltungstriebe, niemals deren Umschlag in Angst zur Folge hat, während die Umsetzung von unbefriedigter Libido in Angst, wie wir gehört haben, zu den bestbekannten und am häufigsten beobachteten Phänomenen gehört."(398)

[Dat is simpelweg niet waar. Honger en dorst kunnen ook leiden tot angst en ingewikkelde andere emoties. Denk bijvoorbeeld aan anorexia en bullimia.
Even los daarvan: wat zijn nu weer "Ichtriebe" - ik-driften? Stond het Ik juist niet tegenover het driftleven in het algemeen? O ja, maar hij noemt het een 'drift tot zelfbehoud', ook een ongelukkig term voor het Ik. Vanuit alles wat hij over seks en voortplanting schrijft kun je net zo goed roepen dat seks een drift tot zelfbehoud is. Hij wil de seksuele drift onderscheiden van de drift tot zelfbehoud, ongetwijfeld om ze tenover elkaar te kunnen stellen in een vorm van dynamiek, maar ik vraag me dus af of dat nu zo belangrijk is.
Beide groepen driften - de ik-driften en de seksuele driften - noemt Freud "Energiequellen des Individuums"(398) - weer die term 'energie' die gemakkelijk als biologisch begrepen kan worden en Freud heeft het ook over biologie hier.]

"Die Sexualität ist ja die einzige Funktion des lebenden Organismus, welche über das Individuum hinausgeht und seine Anknüpfung an die Gattung besorgt. Es ist unverkennbar, daß ihre Ausübung dem Einzelwesen nicht immer Nutzen bringt wie seine anderen Leistungen, sondern ihn um den Preis einer ungewöhnlich hohen Lust in Gefahren bringt, die sein Leben bedrohen und es oft genug verwirken."(399)

[Wat een vaag en bevooroordeeld geleuter. Seks 'overstijgt het individu' omdat we er ook kinderen mee kunnen maken? Wat heeft dat er nou mee te maken? En waarom is het genieten van seks niet nuttig en het eten van een boterham wel? Waarom zouden intense lustgevoelens je leven bedreigen? Dat laatste heeft allemaal niet zo veel met die seks en die lust te maken als wel met de sociale inkadering ervan die lustbeleving veroordeelt. Ook wat volgt in deze alinea is het onbelangrijk en belachelijk maken van seks.]

"Wir nannten die Energiebesetzungen, die das Ich den Objekten seiner Sexualstrebungen zuwendet, »Libido«, alle anderen, die von den Selbsterhaltungstrieben ausgeschickt werden, »Interesse« und konnten uns durch die Verfolgung der Libidobesetzungen, ihrer Umwandlungen und ihrer endlichen Schicksale eine erste Einsicht in das Getriebe der seelischen Kräfte verschaffen. Die Übertragungsneurosen boten uns hierfür den günstigsten Stoff. Das Ich aber, seine Zusammensetzung aus verschiedenen Organisationen, deren Aufbau und Funktionsweise, blieb uns verhüllt, und wir durften vermuten, daß erst die Analyse anderer neurotischer Störungen uns diese Einsicht bringen könnte."(400)

De fixatie van het libido op het eigen lijf en de iegen persoon in plaats van op andere seksuele objecten heet narcisme.

"Wir führen jetzt im Sinne der Libidotheorie aus, daß der Schlaf ein Zustand ist, in welchem alle Objektbesetzungen, die libidinösen ebensowohl wie die egoistischen, aufgegeben und ins Ich zurückgezogen werden."(402)

"Organische Erkrankung, schmerzhafte Reizung, Entzündung von Organen schafft einen Zustand, der deutlich eine Ablösung der Libido von ihren Objekten zur Folge hat. Die eingezogene Libido findet sich im Ich wieder als verstärkte Besetzung des erkrankten Körperteiles."(404)

Freud bespreekt een bezwaar tgen zijn opvattingen hier:

"Sie wollen mich erstens zur Rede stellen, warum ich beim Schlaf, in der Krankheit und in den ähnlichen Situationen durchaus Libido und Interesse, Sexualtriebe und Ichtriebe unterscheiden will, wo sich die Beobachtungen durchwegs mit der Annahme einer einzigen und einheitlichen Energie erledigen lassen, die, frei beweglich, bald das Objekt, bald das Ich besetzt, sowohl in den Dienst des einen wie des anderen Triebes tritt."(405)

Zijn antwoord:

"Die Unterscheidung von Libido und Interesse, also von Sexual- und Selbsterhaltungstrieben, ist uns durch die Einsicht in den Konflikt aufgedrängt worden, aus welchem die Übertragungsneurosen hervorgehen. Wir können sie seitdem nicht wieder aufgeben."(405)

[En het wordt er in het vervolg niet beter op. Het bezwaar is terecht: waarom al die onderscheidingen? En zoals ik al voorspelde: Freud heeft ze nodig om een conflict te beschrijven. Volgens hem dringen zich dat soort conflicten op bij de verklaring van neurosen, maar ik denk dat hij zelf in termen van innerlijke conflicten denkt en overal bevestiging ziet van waar hij al stiekem van uit gaat. Er zijn vast andere verklaringen mogelijk van die neurosen die niet werken met die tegenoverstgellingen. Ik vind dit een van de slechtste 'Vorlesungen' - een hoop vaag gebabbel.
Wat hier ook een grote vraag is: Steeds gaat het over neuroses, maar de theorietjes worden met gemak vertaald naar de 'normale mens', worden dus een beschrijving van de niet-zieke persoonlijkheid. Ik vraag me of hoe gerechtvaardigd dat soort vertalingen zijn. Ik edoel het zo concreet als: iemand met een bepaalde neurose wordt beschreven als iemand met een 'Oedipuscomplex', nu praten we over het Oedipuscomplex als een complex bij iedereen.]

(415) 27. Die Übertragung

Nu meer aandacht voor de psychoanalytische therapie. De therapeut kan niet zo veel doen, vertelt Freud: er is erfelijke dispositie, er zijn de jeugdervaringen, er is de maatschappelijke inkadering waarop de therapeut geen invloed heeft.

"Wenn die sittliche Beschränkung, die von der Gesellschaft gefordert wird, ihren Anteil an der dem Kranken auferlegten Entbehrung hat, so kann ihm ja die Behandlung den Mut oder direkt die Anweisung geben, sich über diese Schranken hinauszusetzen, sich Befriedigung und Genesung zu holen unter Verzicht auf die Erfüllung eines von der Gesellschaft hochgehaltenen, doch so oft nicht eingehaltenen Ideals. Man wird also dadurch gesund, daß man sich sexuell »auslebt«. Allerdings fällt dabei auf die analytische Behandlung der Schatten, daß sie nicht der allgemeinen Sittlichkeit dient. Was sie dem Einzelnen zuwendet, hat sie der Allgemeinheit entzogen."(416)

[Moet je nu eens zien. Precies die kritiek is bijzonder terecht, dat is wat een analyst wel degelijk zou kunnen doen en door mensen als Adler, Fromm en anderen ook gedaan is. En wat is Freuds antwoord: dat zou een schaduw over de analyse werpen omdat ze niet de algemene moraal dient. Maar precies dat is wat de kritiek bekritiseert. Je ziet dus: Freud kiest voor die algemene moraal die mensen op seksueel vlak in de problemen brengt, hij is conservatief, rigide, lustvijandig. De vervolgargumentatie deugt ook niet, omdat ze weer uitgaat van een noodzakelijk conflict tussen lust en ik / realiteit. Hij ontwijkt daarmee het probleem als zo vaak ('begging the question'), want dat conflict ontstaat juist door die algemene moraal die hij zelf steeds verdedigt.]

"Personen, bei welchen dem Arzt ein solcher Einfluß zufallen kann, hätten denselben Weg auch ohne den Arzt gefunden. Sie wissen doch, wenn ein abstinenter junger Mann sich zum illegitimen Sexualverkehr entschließt oder eine unbefriedigte Frau bei einem anderen Manne Entschädigung sucht, so haben sie in der Regel nicht auf die Erlaubnis eines Arztes oder gar des Analytikers gewartet."(417)

[Ook zo'n slap argument. 'Daar is de arts niet voor'.]

"Und überdies kann ich Ihnen versichern, daß Sie falsch berichtet sind, wenn Sie annehmen, Rat und Leitung in den Angelegenheiten des Lebens sei ein integrierendes Stück der analytischen Beeinflussung. Im Gegenteil, wir lehnen eine solche Mentorrolle nach Möglichkeit ab, wollen nichts lieber erreichen, als daß der Kranke selbständig seine Entscheidungen treffe. In dieser Absicht fordern wir auch, daß er alle lebenswichtigen Entschlüsse über Berufswahl, wirtschaftliche Unternehmungen, Eheschließung oder Trennung über die Dauer der Behandlung zurückstelle und erst nach Beendigung derselben zur Ausführung bringe. Gestehen Sie nur, das ist alles anders, als Sie es sich vorgestellt haben. Nur bei gewissen sehr jugendlichen oder ganz hilf- und haltlosen Personen können wir die gewollte Beschränkung nicht durchsetzen. Bei ihnen müssen wir die Leistung des Arztes mit der des Erziehers kombinieren; wir sind uns dann unserer Verantwortung wohl bewußt und benehmen uns mit der notwendigen Vorsicht."(417)

[En Freud zelf bepaalt natuurlijk wanneer die hulpeloosheid er is. Hij wil normaalgesproken niet opvoeden en moraliseren en zo, maar hij wil wel dat mensen tijden de analyseperiode geen belangrijke besluiten nemen. Het is allemaal vol dubbele bodems.]

"Aus dem Eifer, mit dem ich mich gegen den Vorwurf verteidige, daß der Nervöse in der analytischen Kur zum Sichausleben angeleitet wird, dürfen Sie aber nicht den Schluß ziehen, daß wir zu Gunsten der gesellschaftlichen Sittsamkeit auf ihn wirken. Das liegt uns zum mindesten ebenso ferne. Wir sind zwar keine Reformer, sondern bloß Beobachter, aber wir können nicht umhin, mit kritischen Augen zu beobachten, und haben es unmöglich gefunden, für die konventionelle Sexualmoral Partei zu nehmen, die Art, wie die Gesellschaft die Probleme des Sexuallebens praktisch zu ordnen versucht, hoch einzuschätzen. Wir können es der Gesellschaft glatt vorrechnen, daß das, was sie ihre Sittlichkeit heißt, mehr Opfer kostet, als es wert ist, und daß ihr Verfahren weder auf Wahrhaftigkeit beruht noch von Klugheit zeugt. Wir ersparen es unseren Patienten nicht, diese Kritik mitanzuhören, wir gewöhnen sie an vorurteilsfreie Erwägung der sexuellen Angelegenheiten wie aller anderen, und wenn sie, nach Vollendung ihrer Kur selbständig geworden, sich aus eigenem Ermessen zu irgendeiner mittleren Position zwischen dem vollen Ausleben und der unbedingten Askese entschließen, fühlen wir unser Gewissen durch keinen dieser Ausgänge belastet. Wir sagen uns, wer die Erziehung zur Wahrheit gegen sich selbst mit Erfolg durchgemacht hat, der ist gegen die Gefahr der Unsittlichkeit dauernd geschützt, mag sein Maßstab der Sittlichkeit auch von dem in der Gesellschaft gebräuchlichen irgendwie abweichen."(417-418)

[Hij zegt dat hij ook weer geen partij kiest voor de bestaande seksuele moraal, voor hoe de samenleving seksuele problemen pratisch een plaats geeft, omdat die noch eerlijk noch handig is. Maar de analyst observeert, luistert zonder vooroordelen in welke richting dan ook, en laat aan de cliënt over om tot een beslissing te komen. Maar uit alles blijkt natuurlijk dat hij niet zonder vooroordelen over seksuele moraal is, integendeel en dat hij juist heel vaak adviseert, bijvoorbeeld om niet temasturberen etc. Het is huichelachtig: ik geloof er geen bal van dat hij zijn cliënten niet de hele tijd met zijn bekrompen moraal lastig valt. En dan de psychoanalyse "Erziehung zur Wahrheit" noemen ... Ja, dat zal wel.]

"Es muß wohl die Ersetzung des Unbewußten durch Bewußtes, die Übersetzung des Unbewußten in Bewußtes sein, wodurch wir nützen. Richtig, das ist es auch. (...) Wo keine Verdrängung oder ein ihr analoger psychischer Vorgang rückgängig zu machen ist, da hat auch unsere Therapie nichts zu suchen."(418)

"Unsere Aufgabe tritt hier in eine zweite Phase. Zuerst das Aufsuchen der Verdrängung, dann die Beseitigung des Widerstandes, welcher diese Verdrängung aufrechthält."(420)

"Als neues Material bringen wir erstens hinzu die Mahnung, daß die frühere Entscheidung zur Krankheit geführt hat, und das Versprechen, daß eine andere den Weg zur Genesung bahnen wird, zweitens die großartige Veränderung aller Verhältnisse seit dem Zeitpunkt jener ersten Abweisung. Damals war das Ich schwächlich, infantil, und hatte vielleicht Grund, die Libidoforderung als Gefahr zu ächten. Heute ist es erstarkt und erfahren und hat überdies in dem Arzt einen Helfer zur Seite. So dürfen wir erwarten, den aufgefrischten Konflikt zu einem besseren Ausgang als dem in Verdrängung zu leiten, und wie gesagt, bei den Hysterien, Angst- und Zwangsneurosen gibt der Erfolg uns prinzipiell recht."(421-422)

[Er wordt dus wel degelijk van alles naar voren gebracht dat een moraal bevat. Hij begint nu te schrijven over overdracht, nou, we weten dat er ook tegenoverdracht is waarin de persoonlijkheid en de opvattingen van de analyst een grote rol spelen. Ik vind dat hele overdracht-idee ook nogal twijfelachtig, trouwens.]

(431) 28. Die analytische Therapie

"Sie wissen, worüber wir heute sprechen werden. Sie haben mich gefragt, warum wir uns in der psychoanalytischen Therapie nicht der direkten Suggestion bedienen, wenn wir zugeben, daß unser Einfluß wesentlich auf Übertragung, d.i. auf Suggestion, beruht, und haben daran den Zweifel geknüpft, ob wir bei einer solchen Vorherrschaft der Suggestion noch für die Objektivität unserer psychologischen Funde einstehen können. Ich habe versprochen, Ihnen ausführliche Antwort zu geben."(431)

[Dit is een heel fundamentele vraag - ik weet niet of die bij die Vorlesungen ook werkelijk zo gesteld werd of dat Freud hem zo neerzet. Vooral dat laatste is natuurlijk waarover ik het zelf ook steeds heb. Directe suggestie wijst Freud af: je kunt alleen symptomen wegsuggereren maar niet de oorzaken van de psychische ziekte. Dan kun je net zo goed hypnose blijven doen - iets wat Freud juist heeft afgezworen: het werkte niet bij iedereen en niet altijd, en het resultaat was van korte duur. Boeiende opmerking:]

"Für den Arzt wurde es auf die Dauer – monoton; bei jedem Fall in gleicher Weise, mit dem nämlichen Zeremoniell den verschiedenartigsten Symptomen die Existenz zu verbieten, ohne von deren Sinn und Bedeutung etwas erfasssen zu können. Es war eine Handlangerarbeit, keine wissenschaftliche Tätigkeit und erinnerte an Magie, Beschwörung und Hokuspokus;"(432)

[Weer die pretentie 'ik ben wetenschappelijk bezig'. Maar ook een typische egoïstische houding: want wat zou het als het voor de arts saai zou zijn, als de patiënt er baat bij zou hebben? Ik vind dat Freud zich hier behoorlijk verraadt, het is een soort van verspreking: het lijkt er op dat hij zijn eigen hobby belangrijker vond dan wat goed was voor zijn patiënten.]

"Im Lichte der Erkenntnis, welche wir aus der Psychoanalyse gewonnen haben, können wir den Unterschied zwischen der hypnotischen und der psychoanalytischen Suggestion in folgender Art beschreiben: Die hypnotische Therapie sucht etwas im Seelenleben zu verdecken und zu übertünchen, die analytische etwas freizulegen und zu entfernen. Die erstere arbeitet wie eine Kosmetik, die letztere wie eine Chirurgie. Die erstere benützt die Suggestion, um die Symptome zu verbieten, sie verstärkt die Verdrängungen, läßt aber sonst alle Vorgänge, die zur Symptombildung geführt haben, ungeändert. Die analytische Therapie greift weiter wurzelwärts an, bei den Konflikten, aus denen die Symptome hervorgegangen sind, und bedient sich der Suggestion, um den Ausgang dieser Konflikte abzuändern. Die hypnotische Therapie läßt den Patienten untätig und ungeändert, darum auch in gleicher Weise widerstandslos gegen jeden neuen Anlaß zur Erkrankung. Die analytische Kur legt dem Arzt wie dem Kranken schwere Arbeitsleistung auf, die zur Aufhebung innerer Widerstände verbraucht wird. Durch die Überwindung dieser Widerstände wird das Seelenleben des Kranken dauernd verändert, auf eine höhere Stufe der Entwicklung gehoben und bleibt gegen neue Erkrankungsmöglichkeiten geschützt. Diese Überwindungsarbeit ist die wesentliche Leistung der analytischen Kur, der Kranke hat sie zu vollziehen, und der Arzt ermöglicht sie ihm durch die Beihilfe der im Sinne einer Erziehung wirkenden Suggestion. Man hat darum auch mit Recht gesagt, die psychoanalytische Behandlung sei eine Art von Nacherziehung."(433)

[Psychoanalyse is dus wel opvoedend. De analyst doet meer dan alleen maar luisteren, hij doet ook aan heropvoeding. Ik vind dat dat echt in tegenspraak met die passieve rol die de analyst volgens Freud zou innemen. In (her)opovoeding worden waarden en normen overgedragen. En Freud doet dus ook aan moraliseren, zeker op seksueel terrein.]

"Nun werden Sie sagen, gleichgültig, ob wir die treibende Kraft unserer Analyse Übertragung oder Suggestion heißen, es besteht doch die Gefahr, daß die Beeinflussung des Patienten die objektive Sicherheit unserer Befunde zweifelhaft macht. Was der Therapie zugute kommt, bringt die Forschung zu Schaden. Es ist die Einwendung, welche am häufigsten gegen die Psychoanalyse erhoben worden ist, und man muß zugestehen, wenn sie auch unzutreffend ist, so kann man sie doch nicht als unverständig abweisen. Wäre sie aber berechtigt, so würde die Psychoanalyse doch nichts anderes als eine besonders gut verkappte, besonders wirksame Art der Suggestionsbehandlung sein, und wir dürften alle ihre Behauptungen über Lebenseinflüsse, psychische Dynamik, Unbewußtes leichtnehmen. So meinen es auch die Gegner; besonders alles, was sich auf die Bedeutung der sexuellen Erlebnisse bezieht, wenn nicht gar diese selbst, sollen wir den Kranken »eingeredet« haben, nachdem uns in der eigenen verderbten Phantasie solche Kombinationen gewachsen sind."(434)

[Herhaling dus van dat laatste element uit het begin, over de wetenschappelijke betrouwbaarheid van de psychoanalyse. Het antwoord uit de ervaring:]

"Wer selbst Psychoanalysen ausgeführt hat, der konnte sich ungezählte Male davon überzeugen, daß es unmöglich ist, den Kranken in solcher Weise zu suggerieren.(...) Die Lösung seiner Konflikte und die Überwindung seiner Widerstände glückt doch nur, wenn man ihm solche Erwartungsvorstellungen gegeben hat, die mit der Wirklichkeit in ihm übereinstimmen. Was an den Vermutungen des Arztes unzutreffend war, das fällt im Laufe der Analyse wieder heraus, muß zurückgezogen und durch Richtigeres ersetzt werden."(434-435)

"Bei jeder anderen suggestiven Behandlung wird die Übertragung sorgfältig geschont, unberührt gelassen; bei der analytischen ist sie selbst Gegenstand der Behandlung und wird in jeder ihrer Erscheinungsformen zersetzt. Zum Schlusse einer analytischen Kur muß die Übertragung selbst abgetragen sein, und wenn der Erfolg jetzt sich einstellt oder erhält, so beruht er nicht auf der Suggestion, sondern auf der mit ihrer Hilfe vollbrachten Leistung der Überwindung innerer Widerstände, auf der in dem Kranken erzielten inneren Veränderung."(435)

[Het is het oude antwoord: je kunt niets suggeren aan de patiënt wat hij niet wil of niet herkent als werkelijk waar. Bovendien wordt de overdracht in de relatie helemaal uitgeanalyseerd, dus elke suggestie komt zelf ter sprake neem ik aan dat Freud bedoelt. Tot slot zijn er groepen patiënten zoals de paranoïden die je niets kunt suggeren en die toch al die patronen laten zien die de psychoanalyse verdedigt.
Ik vind het allemaal weinig zeggen over de betrouwbaarheid van de psychoanalytische duidingen. Suggestie is een vaag breed begrip. Het is in ieder geval gewoon niet waar dat je patiënten niet iets zou kunnen suggereren wat ze niet willen of herkennen. De wereld van propaganda laat dat zien. En wie bepaalt dat de overdrachtsrelatie volledig is uitgenanalyseerd? De analyst. Etc. Etc. Ik kan me niet voorstellen dat zijn toehoorders tgevreden geweest zijn met dit soort vage ontwijkende antwoorden. Ik ben het in ieder geval niet. Je kunt alleen al enorm veel twijfel hebben bij al die causale relaties die Freud ziet tussen psychische elementen.]

"Nicht wahr, das gibt für die Wirksamkeit der Psychoanalyse als Therapie einen trüben Prospekt, selbst wenn wir die überwiegende Mehrzahl unserer Mißerfolge durch solche Rechenschaft von den störenden äußeren Momenten aufklären können!"(443)

[Met dat laatste bedoelt hij dat de weerstanden van ouders of echtgenoeten etc. vaak een grote rol gaat spelen wanneer de psychoanalyse dingen bloot legt. Patiënten wordt dan verboden nog langer psychoanalyse te doen. Gevolg: de analyse heeft niets opgeleverd omdat zij niet is afgerond. Freud beschrijft in zijn laatste pagina's allerlei negatieve verhalen over de psychoanalyse en probeert te verhelderen waarom die ontstaan zijn.]

Start  ||   Glossen  ||   Weblog  ||   Boeken  ||   Onderzoek